Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Altes Stadthaus

Berlin, Altes Stadthaus Das Alte Stadthaus im Klosterviertel in Berlin-Mitte wurde am 29. Oktober 1911 eröffnet. Für die Planung und Ausführung war der Architekt und Baustadtrat Ludwig Hoffmann verantwortlich.
Dieser war wohl der bedeutendste Baupolitiker Berlins. Eine ganze Reihe städtischer Gebäude gehen auf ihn zurück. Durch sein Wirken und seine Architektur hat er das architektonische Stadtbild entscheidend mitgeprägt. 1924 erhielt er für seine Verdienste die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin.

Das schnelle Anwachsen der Bevölkerung und der daraus resultierende Mehraufwand an Verwaltungsarbeit machte die Errichtung eines Erweiterungsbaus des Roten Rathauses unumgänglich und so wurde in den Jahren 1902-1911 ein Neues Stadthaus in neoklassizistischem Stil errichtet, das Platz für 1000 Magistrats-Mitarbeiter bot.
Während der Nazidiktatur versteckte eine Hausmeisterfamilie Juden in den Kellern und verhalf ihnen zur Flucht ins Ausland.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude stark beschädigt, so dass der Magistrat den Sitz der Städtischen Feuersozietät, direkt neben dem Stadthaus, bezog. So wurde aus diesem Gebäude das "Neue Stadthaus", während der bis dahin genutzte Bau fortan als "Altes Stadthaus" bezeichnet wurde. Diesen Namen trägt er noch heute.

Der Wiederaufbau des Alten Stadthauses nahm auf den Denkmalschutz keinerlei Rücksicht. Teile des kostbaren Inventars gingen verloren und die Bärenskulptur aus dem Bärensaal wurde in den Tierpark Friedrichsfelde verbannt.
Der Fortuna-Statue auf dem Dach des Gebäudes erging es nicht anders. Auch sie wurde entfernt, danach vermutlich eingeschmolzen und zunächst durch eine Rundfunkantenne, später dann durch die Flagge der DDR ersetzt.

Später bezog der Ministerrat der DDR das Alte Stadthaus.
Nach Errichtung des "Palastes der Republik" verlor das Neue Stadthaus allerdings seine Bedeutung und gewann sie erst kurz vor der Wiedervereinigung wieder, als Lothar de Maizière, der Ministerpräsident der DDR, seinen Amtssitz hier hin verlegte und 1990 hier die Verhandlungen zum deutsch-deutschen Einigungsvertrag stattfanden.
Nach der Wende fanden umfangreiche Restaurierungsarbeiten an dem Gebäude statt.
Im Jahr 1999 konnte die Große Festhalle wiedereröffnet werden und auch der bronzene Bär kehrte aus der Verbannung zurück.
Auch Fortuna durfte im Jahr 2004 wieder ihren angestammten Platz auf dem über 80 m hohen Turm des Alten Stadthauses einnehmen.
Heute sind im Alten Stadthaus die Senatsverwaltung für Inneres und ihre Behörden sowie das Landesdenkmalamt Berlin untergebracht.

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