Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Deutsche Staatsoper

Berlin, Deutsche Staatsoper Die Deutsche Staatsoper in Berlin-Mitte entstand in den Jahren 1741 bis 1743 nach Plänen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und war der erste Bau des "Forum Fridericianum".
Das auch als "Staatsoper Unter den Linden" oder "Staatsoper Berlin" bekannte Opernhaus befindet sich in der Nachbarschaft zum Zeughaus, dem Kommandantenhaus, der Neuen Wache und dem Kronprinzenpalais und ist nach der Deutschen Oper in der Bismarckstraße in Berlin-Charlottenburg das zweitgrößte Opernhaus der Stadt.
Als das Haus am 7. Dezember 1742 mit der Oper "Cleopatra e Cesare" von Carl Heinrich Graun eröffnet wurde, war es gar das größte seiner Art in Europa.

Nachdem im August 1843 ein Feuer die "Hofoper Unter den Linden" in Schutt und Asche gelegt hatte, wurde sie von Carl Ferdinand Langhans, dem Sohn von Carl Gotthard Langhans, dem Erbauer des Brandenburger Tores, wieder aufgebaut. Diesmal wurde zur Eröffnung eine Oper von Giacomo Meyerbeer aufgeführt: "Ein Feldlager in Schlesien".
Seinerzeit begleitete die Königliche Kapelle die Opernaufführungen. Heute ist es die Staatskapelle Berlin, die diese Aufgabe übernimmt. Sie zählt zu den führenden Orchestern Europas und wird seit 1992 von dem in Buenos Aires geborenen Pianisten und Dirigenten Daniel Barenboim geleitet.

Nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm II wurde aus der "Hofoper Unter den Linden" die "Staatsoper Unter den Linden". In den Jahren 1924 bis 1928 erfuhr das Haus eine umfassende Modernisierung, wobei die Hauptbühne mit neuester Technik ausgestattet wurde.
Während des Dritten Reiches diente das Opernhaus vorwiegend zu repräsentativen Zwecken. Für jüdische Künstler und Mitarbeiter war auch hier bald kein Platz mehr, sie wurden ausgegrenzt, in die Emigration getrieben oder deportiert.

Anfang der 1950-er Jahre wurde das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Gebäude von Richard Paulick nach Knobelsdorffschem Vorbild wiederaufgebaut, wobei einige Teile der historischen Fassade in den Neubau integriert wurden.
In der DDR wurde aus der "Staatsoper Unter den Linden" die "Deutsche Staatsoper" und die Inschrift "Fridericus Rex Apollini et Musis" (König Friedrich, Apoll und den Musen gewidmet), entfernt, um jeglichen preußischen Charakter des Hauses zu verwischen.

Künstlerischer Leiter des Opernhauses wurde 1992 einer der bedeutendsten Musiker weltweit, der 1942 in Buenos Aires geborene Daniel Barenboim. Im Jahr 2000 wurde er zum Generalmusikdirektor auf Lebenszeit gewählt.
Eines der Highlights, das die Deutsche Staatsoper zu bieten hat, ist sicherlich das Open-Air-Konzert der Staatskapelle auf dem Bebelplatz unter der Leitung von Daniel Barenboim. Seit 2007 findet diese Veranstaltung unter dem Motto "Staatsoper für alle" allährlich im Sommer bei freiem Eintritt auf dem Platz vor dem Opernhaus statt.

Seit 2010 wird das Haus umfangreich saniert. Der Termin für die Wiedereröffnung war zunächst für 2013 vorgesehen, wurde dann aber auf 2015 verschoben. Inzwischen ist auch dieser Termin gefährdet. Die Kosten für die Sanierung des Opernhauses schnellten von ursprünglich 200 Millionen auf rund 296 Millionen Euro in die Höhe.
Für die Dauer der Sanierungsarbeiten dient das Schillertheater in Berlin-Charlottenburg als Ersatzspielstätte.

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