Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Spandau

Ortsteile: Spandau, Falkenhagener Feld, Gatow, Hakenfelde, Haselhorst, Kladow, Siemensstadt, Staaken, Wilhelmstadt

Der Bezirk liegt im Westen Berlins an der Grenze zu Brandenburg. Die Nachbarbezirke sind Reinickendorf im Nordosten, Mitte im Westen, Charlottenburg-Wilmersdorf im Südosten und Zehlendorf-Steglitz im Süden.
Spandau verfügt über eine Fläche von knapp 92 km² und zählt rund 239.000 Einwohner.
Während der Teilung der Stadt gehörte Spandau zum britischen Sektor.

Spandau geht auf eine Siedlung zurück, die im 6./7. Jahrhundert von slawischen Einwanderern am Zusammenfluss von Spree und Havel gegründet wurde.
Das Stadtrecht besitzt Spandau seit 1232.
Im August 1567 fand auf Geheiß von Kurfürst Joachim II der sogenannte "Knüppelkrieg" zwischen Spandau und Berlin statt, der zunächst auf der Havel begann und dann an Land fortgesetzt wurde. Obwohl vorgesehen war, dass die Berliner aus dieser Schlacht als Sieger hervorgehen sollten, hielten sich die Spandauer nicht an diese Vorgabe und besiegten ihre Gegner durch einen Hinterhalt, was den Kurfürsten so erboste, dass er den Spandauer Bürgermeister Bartholomäus Bier verhaften und für mehrere Monate einsperren ließ.
Eine gewisse Rivalität besteht wohl noch immer, denn Alteingesessene bezeichnen sich noch heute eher als Spandauer denn als Berliner.

Die Zitadelle wurde zwischen 1557 und 1594 erbaut und ist eine der bedeutendsten Renaissance-Festungen Europas. Der Juliusturm stammt aus dem Mittelalter. Der italienische Baumeister Francesco Chiaramella de Gandinoie entwarf diese Festung und hatte auch bis 1578 die Bauleitung inne. Danach wurde er von seinem Landsmann, Rochus Graf zu Lynar abgelöst.
Heute beherbergt die Zitadelle das Stadtgeschichtliche Museum Spandau.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Spandau zur Garnisonsstadt.
1722 ließ König Friedrich Wilhelm I eine Gewehrfabrik errichten und im 19. und 20. Jahrhundert wurde Spandau gar zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. Hier wurde auch das in den deutschen Sprachgebrauch eingegangene MG "08/15" gefertigt.
Um 1900 siedelte sich die Firma Siemens & Halske in Spandau an (Siemensstadt).

Unter den wenigen noch vorhandenen architektonischen Zeugnissen der Vergangenheit sind hier neben der Zitadelle der Kolk zu nennen, das älteste Siedlungsgebiet Spandaus, der Rest der ehemaligen Stadtmauer, St. Marien, die zweitälteste katholische Kirche Berlins aber auch die evangelische St. Nikolaikirche, in der Kurfürst Joachim II im Jahr 1539 zum Protestantismus konvertierte und damit die Reformation in Berlin und Brandenburg einläutete.

Im Zuge des Groß-Berlin-Gesetzes wurde die bis dahin selbständige Stadt Spandau 1920 nach Berlin eingemeindet.

Spandau verfügt über große Wald- und Wasserflächen. Hervorzuheben ist hier der sich im Nordwesten des Bezirks befindliche Spandauer Forst, der mit seinen rund 1350 Hektar zu einem der größten Waldgebiete Berlins zählt und ein "Natura 2000"-Gebiet ist. Zudem wurde ein Teil von ihm (Teufelsbruch und der Große und Kleine Rohrpfuhl) als "Naturschutzgebiet Teufelsbruch" ausgewiesen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten:

Zitadelle
Kolk
St. Nikolaikirche
St. Marienkirche
Fort Hahneberg
Luftwaffenmuseum der Bundeswehr
Spandauer Forst

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