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Sophie Luise von Mecklenburg-Schwerin

Sophie Luise, Herzogin zu Mecklenburg-Schwerin wurde am 16. Mai 1685 geboren und starb am 29. Juli 1735 in Schwerin. Sie ging in die Geschichte ein als "Venus von Mecklenburg" und als zweite Königin in Preußen.

Im Alter von nicht einmal drei Jahren verlor Sophie Luise ihren Vater und wuchs deshalb am Hof ihres ältesten Bruders, dem Herzog von Mecklenburg, in Schwerin auf. Eine besondere Ausbildung erhielt die introvertierte Sophie Luise nicht, wohl aber eine strenge lutherische Erziehung.
Nach dem Tod seiner zweiten Gemahlin Sophie Charlotte (1668-1705) wurde der inzwischen fünfzig Jahre alte König Friedrich I (1657-1713) aus dem Hause Hohenzollern von einflussreichen Kreisen dazu gedrängt, zur Absicherung der Thronfolge eine dritte Ehe einzugehen, zumal sein einziger Sohn Friedrich Wilhelm noch immer keinen Thronerben aufzuweisen hatte. Eine Gemahlin für den alternden König sollte diesem unsicheren Zustand ein Ende bereiten.
Die Wahl fiel auf die 23-jährige Prinzessin Sophie Luise und so fand am 28. November 1708 im Berliner Schloss die glanzvolle Hochzeit statt.

Die Ehe stand jedoch unter keinem guten Stern, denn zum einen blieb die Verbindung kinderlos und zum anderen vermochte es die junge Königin nicht, aus dem Schatten ihrer Vorgängerin, der Königin Sophie Charlotte, hervorzutreten.
Sophie Luise war unfähig, sich gegen die immer stärker werdenden Intrigen am Hofe, die besonders von ihrer Gegenspielerin Katharina Gräfin Kolbe von Wartenberg, der Mätresse ihres Ehemannes, geschürt wurden, zur Wehr zu setzen.

So zog sich die ohnehin schon zurückhaltende Königin mehr und mehr zurück und beschränkte ihr Dasein schließlich nur noch auf die Rolle einer treusorgenden Krankenpflegerin für ihren stets kränkelnden Gemahl.

Im Laufe der Jahre mutierte ihr religiöser Eifer zu einem besessenen Pietismus. Tiefe Depressionen und geistige Verwirrung waren die Folge, sodass die Königin schließlich nicht mehr am Hofleben teilnehmen konnte und immer mehr dem Wahnsinn verfiel.
Nach dem Tod ihres Ehemanns, schickte dessen Sohn König Friedrich Wilhelm I seine Stiefmutter zu ihrer Familie nach Mecklenburg zurück. Dort lebte sie bis zu ihrem Tode Sie starb 1735 im Alter von fünfzig Jahren.

In Berlin erinnert noch heute die Sophienkirche in Berlin-Mitte an die dritte Gemahlin des ersten Preußenkönigs. Zwar hatte diese die Kirche 1712 als Namensgeberin gestiftet, aber erst unter Friedrich dem Großen erhielt das Gotteshaus auch ihren Namen.

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