Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Andreas Schlüter

Über Geburtsort und Geburtsdatum von Andreas Schlüter streiten sich die Gelehrten. Man geht aber im Allgemeinen davon aus, dass er 1664 in Danzig geboren wurde. 1714 verstarb er in Sankt Petersburg, aber auch dieses Datum steht nicht mit absoluter Sicherheit fest

Andreas Schlüter war ein bedeutender Bildhauer und Architekt des Barock, der leider zunehmend in Vergessenheit geriet, da nur sehr wenig von seinem Schaffen bis zum heutigen Tag überlebt hat.

Nachdem sich Schlüter als Bildhauer in Polen bereits einen Namen gemacht hatte, holte ihn Kurfürst Friedrich III, der spätere König Friedrich I in Preußen, 1694 an seinen Hof.
Ab 1699 gehörte Schlüter zu den Rektoren der Akademie der Künste.

1698 übertrug ihm Friedrich III die Bauleitung für das Zeughaus (Berlin-Mitte). Nachdem 1699 auf Grund schlechter Bauausführung ein Teil des Gewölbes einstürzte, wurde Schlüter von seiner Aufgabe entbunden und mit dem Umbau und der Erweiterung des Berliner Stadtschlosses beauftragt. Dieser Auftrag brachte ihm den Titel eines Hofbaudirektors ein.
1703 schuf Andreas Schlüter die Kanzel für die Marienkirche (Berlin-Mitte) und 1705 einen Sarkophag für Königin Sophie Charlotte, die in der Hohenzollerngruft des Berliner Doms begraben ist.

Das Ende seiner Karriere begann, als er damit beauftragt wurde, den Münzturm am Stadtschloss zu bauen. Als ein Wahrzeichen der königlichen Residenzstadt sollte er über 90 Meter hoch werden, ein Unterfangen, das wegen des sumpfigen Untergrundes mit den Mitteln der damaligen Zeit nicht zu bewerkstelligen war. Als alle Stabilisierungsversuche kläglich scheiterten und der Turm schließlich in sich zusammenbrach, wurde Schlüter unehrenhaft aus dem Amt des Hofbaumeisters entlassen.
Nachfolger wurde sein Rivale Eosander von Göthe.

Danach trat Schlüter in die Dienste Zar Peter des Großen in Petersburg, wo er bis an sein Lebensende blieb.

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