Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Schlossbrücke

Berlin, Schlossbrücke Die zwischen 1821 und 1824 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel erbaute Schlossbrücke führt über den westlichen Arm der Spree und gehört zu den eindruckvollsten Brücken Berlins.
Der Vorgängerbau war eine hölzerne siebenbogige Pfahljochbrücke mit aufklappbarem Mittelstück, die den Fuhrwerken das Überqueren der Spree erlaubte. Da diese Brücke auch von den Schlossherren und ihren Besuchern genutzt wurde, um mit ihren Hundemeuten vom Berliner Schloss in ihr Jagdgebiet im Tiergarten zu gelangen, wurde die Brücke auch "Hundebrücke" genannt.
1806 marschierte Napoleon mit seinen Truppen über diese Brücke in Berlin ein.

Im Zuge der Umgestaltung des Lustgartens und des heutigen Bebelplatzes entschloss man sich auch zu einem Neubau der Brücke. Die steinerne Gewölbebrücke wurde zwar ursprünglich ohne Schiffsdurchlassklappen konzipiert, auf Grund der fehlenden Technik aber erhielt der Mittelteil dennoch mehrere eiserne Klappen. Erst 1912 konnten Schinkels Pläne realisiert werden.

Zu einem schrecklichen Unfall, der 22 Menschenleben kostete, kam es anlässlich der Hochzeit des Kronprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelm IV. Damit der Hochzeitszug am 28. November 1823 über diese Brücke in das Schloss einziehen konnte, wurde das Bauwerk vorzeitig freigegeben, obwohl die Pflasterung fehlte und das Holzgeländer nur provisorisch angebracht war. Unter der Menschenmenge krachten Teile der Brücke in sich zusammen.
Aber dies sollte nicht der einzige folgenschwere Unfall auf dieser Brücke bleiben, denn 1993 fuhr ein Polizeiwagen im Einsatz zwei kleine Kinder tot und verletzte drei weitere Personen schwer.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Brücke restauriert und erhielt den Namen "Marx-Engels-Brücke". Die Skulpturen kehrten allerdings erst 1981 wieder an ihren angestammten Platz zurück, da sie sich die ganzen Jahre über in Westberlin befunden hatten.
Am 3. Oktober 1991, ein Jahr nach der Wiedervereinigung, erhielt das Bauwerk den Namen "Schlossbrücke" zurück und wurde in den Folgejahren restauriert.

Die Skulpturen
Wegen der Skulpturen wurde das Bauwerk im Volksmund auch als "Puppenbrücke" bezeichnet.
Eigentlich hatte Schinkel einen Brückenschmuck aus Kupfer vorgesehen, aber wegen finanzieller Engpässe wurde dieser Plan nicht verwirklicht. So wurden die acht Figurengruppen aus weißem Carrara-Marmor gefertigt. Jeweils vier von ihnen stehen auf jeder Seite der Brücke auf hohen Marmorpostamenten und erzählen den Lebensweg eines Helden von seiner Kindheit bis zu seinem Tod.
Die Bildhauer sind:
Emil Wolff (Nike lehrt den Knaben Heldensagen)
Hermann Schievelbein (Athene unterrichtet den Jungen im Waffengebrauch)
Karl Heinrich Möller (Athene bewaffnet den Krieger)
Friedrich Drake (Nike krönt den Sieger)
Ludwig Wilhelm Wichmann (Nike richtet den Verwundeten auf)
Albert Wolff (Der Jüngling wird von Athene wieder in den Kampf geführt)
Gustav Blaeser (Athene beschützt den jungen Helden)
August Wredow (Nike trägt den gefallenen Helden zum Olymp empor).

Da die Figuren erst zwischen 1842 und 1857 aufgestellt wurden, erlebte Schinkel, der 1841 starb, die Vollendung der Brücke nicht mehr.

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