Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Karl Friedrich Schinkel

Karl Friedrich Schinkel wurde am 13. März 1781in Neuruppin geboren und starb am 9. Oktober 1841 in Berlin.
Er war der bedeutendste Vertreter des Klassizismus in Preußen und gestaltete als Architekt das Stadtbild Berlins und Potsdams ganz entscheidend mit. Aber Schinkel war auch Maler, Zeichner, Designer und Bühnenbildner.

Die frühen Jahre
Die Karriere
Krankheit und Tod
Kirchenbauten in Berlin
Bauwerke und Denkmäler in Berlin

Die frühen Jahre
Karl Friedrich Schinkel war das zweite von fünf Kindern des Kirchen- und Schulinspektors Johann Cuno Christoph Schinkel und dessen Ehefrau Dorothea Rose.
Seine Kindheit war von schweren Schicksalsschlägen überschattet.
Am frühen Nachmittag des 26. August 1787 brach in einer Scheune vor einem der Stadttore Neuruppins ein Feuer aus, das sich in Windeseile ausbreitete, die Stadtmauer unter sich verschluckte und innerhalb kürzester Zeit zwei Drttel der Stadt in Schutt und Asche legte.
Schinkels Vater starb kurz nach dieser Brandkatastrophe an einer Lungenentzündung, die er sich bei den Löscharbeiten zugezogen hatte. Damals war Schinkel erst fünf Jahre alt.
1794 zog die Familie nach Berlin, wo Schinkel bald darauf auch seinen Bruder verlor.
Im Jahr 1800 starb auch seine Mutter.

Schinkel, der das Berlinische Gymnasium zum Grauen Kloster besuchte, war kein besonders guter Schüler, zeigte aber viel Begabung für Musik und Zeichnen.
Seine Freundschaft mit dem neun Jahre älteren Architekten Friedrich Gilly weckte in Schinkel den Wunsch, ebenfalls Architekt zu werden und so begann er bei dem Vater seines Freundes, dem Architekten David Gilly, eine Lehre.
Außerdem besuchte Schinkel die Berliner Bauakademie, eine von König Friedrich Wilhelm III ins Leben gerufene Hochschule zur Ausbildung von Baumeistern. Dort qualifizierte er sich für die Aufnahme in den Staatsdienst.
Als sein hoch talentierter Freund Friedrich Gilly im Alter von nur 28 Jahren an Tuberkulose verstarb, übernahm Schinkel unter der Leitung von David Gilly dessen Bauprojekte.

Schinkel, der mehrere Bildungsreisen unternahm, die ihn u.a. nach Italien, Frankreich und Großbritannien führten, lernte auf einer dieser Reisen Wilhelm von Humboldt kennen, mit dem ihm eine lebenslange Freundschaft verband und der ihm auch zu einer Anstellung bei der Berliner Oberbaudeputation verhalf. Dort war Schinkel u.a. auch für die Inneneinrichtung der Privaträume von Königin Luise im Berliner Stadtschloss verantwortlich.

Die Karriere
1809 heiratete Schinkel die Stettiner Kaufmannstochter Susanne Berger (1784-1861). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
Viel Zeit hatte Schinkel für seine Familie allerdings nicht, denn er ging völlig in seiner Arbeit auf und suchte ständig nach neuen Betätigungsfeldern und Herausforderungen. Dabei war Schinkel ein bescheidener und zurückhaltender Mensch, der die Öffentlichkeit eher mied als dass er sie suchte.

1811 wurde Schinkel in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen.
1813 gestaltete er nach einer Skizze von Friedrich Wilhelm III das Eiserne Kreuz. Eigentlich war dieser Tapferkeitsorden nur für die Befreiungskriege bestimmt, doch er überdauerte die Zeiten bis zum heutigen Tag.

Nach seiner Ernennung zum Geheimen Oberbaurat im Jahr 1815 widmete sich Schinkel der städtebaulichen Gestaltung Berlins.
1818 wurde die von Schinkel entworfene Königswache eingeweiht. Das am 29. Juli 1817 durch einen Brand fast völlig zerstörte Schauspielhaus am Gendarmenmarkt wurde ab 1818 nach Plänen von Schinkel wiederaufgebaut und am 26. Mai 1821 eingeweiht.
Im selben Jahr wurde auch das zum Gedenken an die Befreiungskriege auf dem damaligen Tempelhofer Berg errichtete Nationaldenkmal eingeweiht. Es war von Karl Friedrich Schinkel in neogotischem Stil entworfen worden. Beteiligt an diesem Bauwerk waren u.a. auch die Bildhauer Christian Daniel Rauch, Ludwig Wichmann und Friedrich Tieck
1830 wurde das ebenfalls nach Plänen von Schinkel entstandene Neue Museum eröffnet.
Auch die Schlossbrücke geht auf die Entwürfe von Karl Friedrich Schinkel zurück. Da jedoch der aus acht monumentalen Figurengruppen bestehende Brückenschmuck aus Geldmangel erst 1857 realisiert werden konnte, erlebte Schinkel die endgültige Fertigstellung der Brücke nicht mehr.
Mit der 1831 eingeweihten Friedrichswerderschen Kirche schuf Karl Friedrich Schinkel die erste neugotische Kirche Berlins.
Aber Schinkel hinterließ auch zahlreiche Zeichnungen und Gemälde und er entwarf das Bühnenbild für die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart.

Krankheit und Tod
1831 wurde Schinkel zum Oberbaudirektor und 1836 zum Oberlandesbaudirektor ernannt. Auf Grund seiner angegriffenen Gesundheit konnte er diese Tätigkeit aber nur noch bedingt wahrnehmen.
Nach mehreren Schlaganfällen im Jahr 1940 war er halbseitig gelähmt und sowohl seh- als auch sprachbehindert.
Am 9. Oktober 1841 wurde Karl Friedrich Schinkel von seinem Leiden erlöst.
Seine letzte Ruhe fand er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte. Das auf seinem Grab angebrachte Portraitmedaillon stammt von August Kiß.

Karl Friedrich Schinkel genoss ein hohes nationales und internationales Ansehen und erhielt zahlreiche Auszeichnungen aus dem In- und Ausland.
In Berlin erinnert der Schinkelplatz und ein darauf befindliches von Friedrich Drake geschaffenes Denkmal an einen der bedeutendsten Architekten seiner Zeit.
Die von ihm errichtete Friedrichswerdersche Kirche ist heute auch als Schinkelmuseum bekannt. Hier werden nicht nur Werke von Schinkel gezeigt sondern auch Skulpturen bedeutender Berliner Bildhauer.

Kirchenbauten in Berlin
Kirchenbauten
Luisenkirche, Berlin-Charlottenburg
Johanniskirche, Berlin-Mitte
Elisabethkirche, Berlin-Mitte
Alte Nazarethkirche, Berlin-Mitte
St.-Paulskirche, Berlin-Mitte

Bauwerke und Denkmäler in Berlin
Begräbnisstätte für Königin Luise, Berlin-Charlottenburg
Denkmal für die Gefallenen der Befreiungskriege, Berlin-Spandau
Neue Wache, Berlin-Mitte
Konzerthaus am Gendarmenmarkt, Berlin-Mitte
Schlossbrücke, Berlin-Mitte
Schloss Tegel, Umgestaltung im klassizistischen Stil, Berlin-Reinickendorf
Kreuzbergdenkmal im Viktoriapark, Berlin-Kreuzberg
Altes Museum, Berlin-Mitte
Friedrichswerdersche Kirche
Neuer Pavillon Schloss Charlottenburg
Schloss Glienicke

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