Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Rotes Rathaus

Berlin, Rotes Rathaus Das Rote Rathaus in Berlin-Mitte wurde zwischen 1861 und 1869 von Hermann Waesemann erbaut. Seinen Namen trägt das Gebäude wegen seiner roten Ziegelstein-Fassade.
Das im Neo-Renaissancestil errichtete viergeschossige Rathaus ist Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Senats von Berlin. Das Gebäude verfügt über drei Innenhöfe und einen rund 74 Meter hohen Turm. Es ist neben der Marienkirche das einzige noch vorhandene Zeugnis des untergegangenen Marienviertels, historische Mitte Alt-Berlins.
Die erste Ratssitzung in dem noch nicht fertiggestellten Neubau fand bereits am 30. Juni 1865 statt und am 6. Januar 1870 tagte hier auch die erste Stadtverordnetenversammlung.
Die zunächst auf drei Millionen Mark veranschlagten Baukosten betrugen zuletzt mehr als das Dreifache. Dennoch erwies sich das Rote Rathaus schon bald für die rasant anwachsende Berliner Bevölkerung als zu klein geplant und so wurde zwischen 1902 und 1911 das Stadthaus nach Plänen des Architekten und Baustadtrats Ludwig Hoffmann errichtet.

Das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Rathaus wurde nach Kriegsende wiederaufgebaut und die Fassade größtenteils originalgetreu rekonstruiert. Das Innere des Gebäudes wurde allerdings fast vollständig neu gestaltet.
Während in der geteilten Stadt der Ostberliner Magistrat im Roten Rathaus untergebracht war, hatte der Westberliner Senat seinen Sitz im Rathaus Schöneberg.
Seit 1991 dient das Rote Rathaus wieder als Regierungssitz für das vereinigte Berlin. In den Jahren 1990 bis 1996 wurde es einer umfassenden Renovierung unterzogen.

Im Rathaus befinden sich drei besonders markante Säle.
Der Wappensaal beeindruckt durch seine Fenster, in denen alle Berliner Wappen zu sehen sind. Er dient vorzugsweise dem Empfang von Staatsgästen.
Der Große Festsaal ist - wie sein Name schon sagt - Festlichkeiten vorbehalten. Bis 1990 tagte hier die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung.
Der Säulensaal, der einzige noch im Original erhaltene Raum, ist für Ausstellungen und Veranstaltungen vorgesehen. Seine neun Meter hohe Halle wurde ursprünglich als Bibliothek genutzt.
Im Treppenhaus der dritten Etage hängen die Portraits der Berliner Ehrenbürger, auf die Leinwand gebannt von Rolf Dübner.

In der Höhe des ersten Stockwerkes schmückt ein Terrakottafries, bestehend aus 36 Relieftafeln, das gesamte Gebäude. Es zeigt sowohl den Alltag der Bürger, als auch Verdienste der preußischen Herrscher und herausragende Ereignisse der Berliner Stadtgeschichte.
Geschaffen wurden die unter dem Namen "Steinerne Chronik" bekannt gewordenen Tafeln von Ludwig Brodwolf, Alexander Calandrelli, Otto Geyer und Rudolf Schweinitz.

Im Zuge der Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz entsteht vor dem Roten Rathaus der U-Bahnhof "Berliner Rathaus". Vor Baubeginn fanden an dieser Stelle archäologische Grabungen statt, die überraschend gut erhaltene Reste des mittelalterlichen Vorgängerbaus des Roten Rathauses, des Rathausturms und der Gerichtslaube zum Vorschein brachten. Ein Großteil dieser Grabungsfunde soll in die U-Bahnstation als "archäologisches Fenster" integriert werden.

zurück zur Liste

Seitenanfang


[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.