Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Christian Daniel Rauch

Reiterstandbild Friedrich II, Unter den Linden Christian Daniel Rauch wurde am 2. Januar 1777 in Arolsen (Hessen) als Sohn des Kammerdieners Johann Georg Rauch geboren und starb am 3. Dezember 1857 in Dresden.
Er war einer der bedeutendsten Bildhauer des deutschen Klassizismus und ein Vertreter der Berliner Bildhauerschule.

Trotz ärmlicher Verhältnisse sorgte der Vater für eine gute Bildung seines Sohnes, der neben dem Schulunterricht auch noch Unterricht durch einen Privatlehrer erhielt.
Im Alter von 13 Jahren begann Rauch eine Lehre als Bildhauer.
Da sein Vater früh verstarb, nahm Rauch die Stelle eines Kammerdieners bei König Friedrich Wilhelm II an, um seine Familie unterstützen zu können.
Nebenbei studierte er Kunstgeschichte und Altertumskunde.
Nach dem Tod des Königs trat Rauch in den Dienst von Königin Luise.
Ab 1802 machte Rauch eine Ausbildung bei Johann Gottfried Schadow und erhielt von Friedrich Wilhelm III ein Stipendium für einen sechsjährigen Aufenthalt in Italien.

Durch die Fürsprache seines Förderers Wilhelm von Humboldt erhielt Rauch vom König den Auftrag für das Grabmal seiner verstorbenen Ehefrau, Königin Luise, im Mausoleum von Schloss Charlottenburg.
Es wurde eines seiner Meisterwerke und ebnete Rauch fortan den Weg für zahlreiche Aufträge. So schuf er u.a. auch die Standbilder von Scharnhorst, Bülow und Blücher.
Sein wohl bekanntestes Werk ist jedoch das in der Straße Unter den Linden errichtete Reiterstandbild Friedrichs des Großen, das in Gegenwart von König Friedrich Wilhelm IV am 31. Mai 1851 enthüllt wurde. Am selben Tag wurde Rauch die Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin verliehen und im selben Jahr die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin.

Rauch, der niemals verheiratet war, hatte mit seiner Lebensgefährtin Wilhelmine Schulze zwei Töchter, die auch seinen Namen trugen. Sowohl zu ihnen wie später zu seinen Enkeln pflegte er ein enges Verhältnis.

Rauch arbeitete bis an sein Lebensende. Weder sein Alter, noch seine gelegentlich auftretenden Ischias-Beschwerden konnten seine Schaffenskraft behindern.
Als die Ärzte in Dresden neben seinem schon jahrelang bestehenden Harnsteinleiden außerdem ein Blasenleiden diagnostizierten, war es für eine Operation schon zu spät.
Rauch verstarb nach einem vierzehntägigen Todeskampf am 3. Dezember 1857 im Alter von 80 Jahren.
Seine letzte Ruhe fand Christian Daniel Rauch auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte, ganz in der Nähe von Johann Gottfried Schadow, Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler.
Arolsen gedenkt seines berühmtesten Sohnes mit einer Rauchstraße und einem Rauchmuseum.

Die bekanntesten Werke in Berlin:
Marmor-Grabdenkmal von Luise von Preußen, Berlin-Charlottenburg
Marmorstatuen von Bülow, Scharnhorst und Blücher, Berlin-Mitte
Marmorbüste Carl Friedrich Zelters, Sing-Akademie, Berlin-Mitte
Marmorstatue der Viktoria, Alte Nationalgalerie, Berlin-Mitte
Sarkophagfigur Friedrich Wilhelm III, Berlin-Charlottenburg
Reiterstandbild König Friedrich II, Unter den Linden, Berlin-Mitte
Bronzestatue Albrecht Thaer, Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Berlin-Mitte

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