Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Emil Rathenau

Emil Moritz Rathenau wurde am 11. Dezember 1838 als Sohn des jüdischen Getreidehändlers Moritz Rathenau und seiner Ehefrau Pauline Liebermann in Berlin geboren und starb am 20. Juni 1915 ebenfalls in Berlin.
Er war ein Maschinenbauingenieur und Gründer der AEG.

Nach dem Besuch des Gymnasiums durchlief Rathenau eine vierjährige Ausbildung in der Maschinenfabrik eines Onkels in Niederschlesien und studierte anschließend Maschinenbau am Polytechnikum in Hannover und an der Technischen Hochschule in Zürich. Nach einer kurzen Tätigkeit in der Fabrik des Großunternehmers August Borsig in Berlin ging er zwei Jahre nach England, um dort seine erworbenen Kenntnisse zu vertiefen.
1865 erwarb er in Berlin zusammen mit einem Freund eine Maschinenfabrik, die Dampfmaschinen produzierte.

1866 heiratete Rathenau die Frankfurter Bankierstochter Mathilde Nachmann (1845-1926). Das Paar hatte zwei Söhne: Walther, der spätere Außenminister, kam 1867 auf die Welt, ihm folgte Erich 1871. Erich wurde nur 32 Jahre alt, Walther wurde am 24. Juni 1922 von Rechtsextremisten ermordet.
Die 1883 geborene Tochter Edith war das Nesthäkchen. Am 10. Februar 1902 heiratete sie den Frankfurter Bankier Fritz Andreae und machte sich als Nachlassverwalterin und Herausgeberin der Werke ihres Bruders Walther einen Namen.

Die Partnerschaft mit seinem Freund zerbrach, als Rathenau sich weigerte, das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln.
Seine Bemühungen um den Aufbau eines Telefonsprechnetzes in Berlin scheiterten ebenso wie seine Versuche, Werner von Siemens für den Plan einer elektrischen Straßenbeleuchtung zu gewinnen.
1883 erwarb Rathenau von der in den USA ansässigen Edison-Gesellschaft die Rechte für die Nutzung der Glühlampe. Am 19. April desselben Jahres gründete er die Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektrizität, aus der 1887 die AEG (Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft) hervorging und an der sowohl die Deutsche Bank als auch Siemens beteiligt waren.

Emil Rathenau erwies sich als außerordentlich geschickter Manager, der durch kluges und weitsichtiges unternehmerisches Handeln die Geschicke der Firma lenkte, sie stetig erweiterte und sie international wettbewerbsfähig machte, so dass sie zu einem der größten und bedeutendsten Konzerne der Welt heranwuchs.
Die Zusammenarbeit mit Siemens wurde weitgehend aufgelöst und beschränkte sich später nur noch auf wenige Geschäftsbereiche, wie beispielsweise der drahtlosen Nachrichtenübermittlung, für die auf Veranlassung von Kaiser Wilhelm II die Telefunken-Gesellschaft ins Leben gerufen wurde.

1903 trat Sohn Walther in die Firma ein und übernahm zunehmend die Aufgaben des Vaters, der 1912 krankheitsbedingt aus dem Unternehmen ausschied.
Am 20. Juni 1915 starb Emil Rathenau infolge einer Diabeteserkrankung und einer damit verbundenen Beinamputation im Alter von 76 Jahren in Berlin.
Beigesetzt wurde er in einem Familiengrab auf dem Städtischen Waldfriedhof in Oberschöneweide im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick.

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