Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Pergamonmuseum

Berlin, Pergamonmuseum Das zwischen 1910 und 1930 erbaute neoklassizistische Pergamonmuseum auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte wurde nach Plänen des Architekten Alfred Messel errichtet.
Das erste Pergamonmuseum wurde von 1897 bis 1899 von Fritz Wolff errichtet und am 18. Dezember 1901 von Kaiser Wilhelm II eröffnet.
Wegen schlechter Fundamentierung, die zu Schäden an dem Gebäude führten, wurde dieser Vorgängerbau schon sieben Jahre später wieder abgerissen. Zwar hätte man diese Bauschäden beheben können, aber man tendierte dennoch zu einem Abriss. Einer der einflussreichsten Befürworter für einen Neubau an gleicher Stelle war Wilhelm von Bode, Generaldirektor der Königlichen Museen in Berlin.

Mit dem Neubau beauftragt wurde der Architekt Alfred Messel, der einen monumentalen Dreiflügelbau entwarf. Da Messel während der Bauarbeiten verstarb, übernahm sein Freund, der Architekt und Stadtbaurat Ludwig Hoffmann die Bauleitung.
Wegen der politischen Ereignisse und der wirtschaftlichen Schwierigkeiten jener Zeit vergingen 20 Jahre vom Baubeginn bis zur Fertigstellung des Gebäudes 1930.
Eröffnet wurde der Museumsbau schließlich am 2. Oktober 1930.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Pergamonmuseum schwer beschädigt. Zwar konnten viele Exponate rechtzeitig ausgelagert werden, aber dennoch fielen zahlreiche Ausstellungsstücke in die Hände der Roten Armee, die diese als Siegestrophäen in die Sowjetunion brachte. Allerdings gaben die Russen den größten Teil zwischen 1957 und 1958 an die DDR zurück.
Nach der Teilung Berlins wurde auch die Antikensammlung zwischen Ost und West aufgeteilt. Die einen Exponate verblieben im Pergamonmuseum, die anderen wurden im Stülerbau in Berlin-Charlottenburg untergebracht.

Das Pergamonmuseum beherbergt die Antikensammlung mit Kunstwerken der griechischen und römischen Antike sowie den Pergamonaltar aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.
Das Vorderasiatische Museum zeigt Schätze der assyrischen, babylonischen und sumerischen Hochkulturen.
Besondere Exponate sind das babylonische Ischtar-Tor sowie die Thronsaalfassade von Nebukadnezar II, das Markttor von Milet und die Prozessionsstraße von Babylon
Das Museum für islamische Kunst zeigt u.a. Gegenstände aus Grabungen in Ktesiphon, Samarra und Tabgha und hat seinen Schwerpunkt auf Ägypten, Iran und den Vorderen Orient.

Der 1999 beschlossene Masterplan Museumsinsel sieht vor, dass nach einer Sanierung der einzelnen Museen diese zu einem einheitlichen und geschlossenen Komplex zusammengefasst werden. So soll das Pergamonmuseum durch eine Promenade mit dem Bodemuseum, dem Neuen Museum und dem Alten Museum verbunden werden.
Als neues Eingangsgebäude dient die nach James Simon benannte Galerie, die zwischen Neuem Museum und Kupfergraben, auf dem Gelände des ehemaligen von Karl Friedrich Schinkel gebauten Packhofes, errichtet werden soll.
Bei laufendem Publikumsverkehr haben die Modernisierungs- und Restaurierungsarbeiten an dem meist besuchten Museum Deutschlands bereits begonnen. Der Nordflügel und der Eingangsbereich werden modernisiert, wobei bereits eine 900 Tonnen schwere Brücke über den Kupfergraben zum Eingangsbereich abgebrochen wurde, da diese nicht behindertengerecht und somit auch nicht mehr zeitgemäß war.

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