Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Olympiastadion

Berlin, Olympiastadion Das Berliner Olympiastadion befindet sich im Ortsteil Westend im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Nach zweijähriger Bauzeit wurde es am 1. August 1936 eröffnet.
Alles begann mit der "Pferderennbahn Grunewald", die 1909 auf dem Platz des heutigen Olympiastadions eröffnet wurde.
Für die Olympischen Sommerspiele, die 1916 in Berlin ausgetragen werden sollten, errichtete der Architekt Otto March (1845-1913) auf dem Areal der Pferderennbahn das Deutsche Stadion, das am 8. Juni 1913 von Kaiser Wilhelm II eingeweiht wurde.
Wegen des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges wurden die Olympischen Spiele allerdings abgesagt.

Als Berlin 1931 erneut den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele erhielt, gab es zunächst Überlegungen, das Deutsche Stadion auszubauen, aber Adolf Hitler, der mit den Olympischen Spielen und einem neu konzipierten Großstadion vor aller Welt Propaganda für sich und sein Regime betreiben wollte, entschied, das Stadion abreißen und an derselben Stelle ein neues errichten zu lassen. Den Auftrag für den Stadionbau erhielt der Sohn von Otto March, Werner March (1894-1976).
Es entstand ein Stadion mit einem Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern. Das als Aufmarschgelände konzipierte Maifeld bot Platz für 500.000 Besucher.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Stadionkatakomben, die aus den 1920er Jahren stammen und somit älter als das Olympiastadion sind, teils zur Produktion von Zündern genutzt und teils als Luftschutzbunker.
Während der Fußballweltmeisterschaft 2006 waren sie als Fluchtweg für die Prominenz vorgesehen.
Das Stadiongelände und der Glockenturm wurden während des Krieges zerstört. Die Reste des Glockenturms wurden 1947 gesprengt und 1962 wieder aufgebaut. Den Auftrag hierfür erhielt wiederum Werner March.

In der Nachkriegszeit wurde das Stadion außer für Fußballspiele auch für Filmfestspiele, Polizeisportfeste, Konzerte und Kirchentage genutzt.
Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 1974 wurde das Stadion zum Teil überdacht.
Für die Fußballweltmeisterschaft 2006 wurde das Olympiastadion in den Jahren 2000 bis 2004 nach Entwürfen des Architekturbüros Gerkan, Marg und Partner, das auch den Berliner Hauptbahnhof erbaute, umfassend saniert und von Grund auf modernisiert, wobei man sich bezüglich des äußeren Erscheinungsbildes möglichst nahe am Original orientierte. Zudem waren Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten.
Die Einweihung der von Grund auf sanierten und modernisierten Sportarena fand am Abend des 31. Juli 2004 statt. Nach der feierlichen Eröffnungsrede des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, begann vor rund 53000 Zuschauern ein Konzert- und Showabend mit internationaler Starbesetzung, zu der auch der Dirigent Daniel Barenboim gehörte. Zu den Ehrengästen zählten u.a. auch Nachfahren des vierfachen Goldmedaillengewinners der Olympischen Spiele von 1936, Jesse Owens.

Alle Ränge, Logen und Tribünen des Olympiastadions wurden überdacht. Die Dachmembranen bestehen aus Glasfasern. Auf der 42.000 m² großen Dachkonstruktion ist modernste Technik untergebracht: 4200 Neonröhren beleuchten die Zuschauerränge, 155, jeweils 2000 Watt starke, Flutlichtstrahler erhellen die Rasenfläche. Außerdem verfügt das Stadion über zwei riesige Videodisplays
Direkt unterhalb des Daches liegt der Hochsicherheitstrakt des Stadions. Die sogenannten Skyboxes sind den Sicherheitskräften, der Polizei und dem Stadionsprecher vorbehalten. Mit 60 Kameras wird das Stadion überwacht.
Im Erdgeschoss der Sportanlage befindet sich auch eine Kapelle. Das Glockengeläut wird mittels einer Tonbandaufnahme eingespielt, die in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche aufgenommen wurde.
Heftig umstritten war zunächst die blaue Tartanbahn, die auf Wunsch des Berliner Fußballvereins Hertha BSC, der hier seine Heimstätte hat, aufgetragen wurde.
Die Kosten für den Umbau beliefen sich auf rund 242 Millionen Euro.
Das mit über 74.000 Sitzplätzen versehene Stadion wurde mit insgesamt 10 Auszeichnungen bedacht: u.a. erhielt es 2007 den IOC/IPC/IAKS Award in Gold und den IOC/IPC/IAKS-Sonderpreis für behindertengerechte Sportanlagen. Seit dem Umbau hat die Sportstätte von der UEFA den Status eines Fünf-Sterne-Stadions.

Neben dem Finale des DFB-Pokals, das seit 1985 alljährlich in diesem Stadion ausgetragen wird, finden auch andere Sportereignisse hier statt, so beispielsweise das traditionsreiche Leichtathletik-Meeting ISTAF.
Außerdem war das Berliner Olympiastadion Austragungsort der Leichtathletik-WM 2009 und der Fußball-WM der Damen im Jahr 2011. Das Endspiel der UEFA-Champions-League 2014/15 wird ebenfalls in dieser Arena stattfinden.
Am 22. September 2011 zelebrierte Papst Benedikt anlässlich seines Deutschlandaufenthalts in diesem Stadion eine Heilige Messe.

Jährlich besuchen rund 300.000 Touristen aus dem In- und Ausland das Berliner Olympiastadion. In einem eigens eingerichteten Museum können sich die Besucher sowohl über die Geschichte des Stadions als auch über die Geschichte von Hertha BSC informieren.
Anlässlich seines 75-jährigen Bestehens fand am 11. November 2011 eine große Lichtshow im Olympiastadion statt.

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