Berlin - Impressionen einer Metropole

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St. Nikolaikirche (Spandau)

Berlin, St. Nikolaikirche Inmitten der Altstadt Spandaus steht die in nordischer Backsteingotik errichtete evangelische St.-Nikolai-Kirche. Ihre Geschichte geht bis ins 14. Jahrhundert zurück, was sie zu einem der ganz wenigen Zeugen des mittelalterlichen Spandaus macht.
Während des Zweiten Weltkrieges brannte der 75,5 Meter hohe Turm aus und wurde erst 1989 rekonstruiert.

Vor dem Hauptportal der Kirche steht seit 1889 eine von Erdmann Encke geschaffene Statue von Kurfürst Joachim II und dies nicht ohne Grund, denn im Jahre 1539 trat er in dieser Kirche zum Protestantismus über und gilt seitdem als Reformator für Berlin und Brandenburg .
Seine Mutter Elisabeth, die Tochter des dänischen Königs, hatte diesen Schritt schon im Jahre 1527 vollzogen und war aus Angst vor Verfolgung durch ihren Gatten Joachim I zunächst außer Landes geflohen.
Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie in der Zitadelle.

Die Beschädigung an der Außenmauer der Kirche stammt von einer Kanonenkugel, die während der Napoleonischen Kriege abgefeuert wurde.
Vom Ende dieser kriegerischen Auseinandersetzungen zeugt ein von Karl Friedrich Schinkel entworfenes und im Jahre 1816 enthülltes Denkmal für die Gefallenen der Befreiungskriege.

Den dreischiffigen, über 40 Meter langen Kirchenraum schmückt ein von Rochus Quirinus Graf zu Lynar, dem Erbauer der Zitadelle, gestifteter Altar. Der Stifter selbst fand seine letzte Ruhe in einer Gruft unterhalb des Renaissance-Altars.
Der bronzene Taufstein geht auf das Jahr 1398 zurück.
Die Barock-Kanzel stand einst in der Kapelle des Stadtschlosses in Potsdam und ist ein Geschenk von König Friedrich Wilhelm I.
Die Marienkapelle hatte nach dem Einzug der Reformation ausgedient. In ihr befindet sich heute eine Kopie der "Spandauer Madonna". Das Original ist im Märkischen Museum zu bewundern.
Unter dem Fußboden der Ribbeck-Kapelle ruhen Familienangehörige derer von Ribbeck, die von mehr oder minder großer Bedeutung für Spandau waren.
Im Jahre 1996 erhielt die St. Nikolaikirche eine neue Orgel.

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