Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Neptunbrunnen

Berlin, Neptunbrunnen Der Neptunbrunnen in Berlin-Mitte ist eine Schöpfung des Berliner Bildhauers Reinhold Begas (1831-1911) und wurde am 1. November 1891 eingeweiht. Die neobarocke, zehn Meter hohe Anlage war ein Geschenk des Berliner Magistrats an Kaiser Wilhelm II.
Ursprünglich stand der Neptunbrunnen vor dem Berliner Stadtschloss, das 1950 auf Beschluss des Ostberliner Magistrats gesprengt wurde. Der durch Geschosseinschläge im Zweiten Weltkrieg beschädige Brunnen wurde eingelagert und zwei Jahrzehnte später restauriert. Danach wurde er zwischen Marienkirche und Rotem Rathaus wieder aufgebaut.

Künstlerisch inspirieren ließ sich Begas während eines Aufenthalts in Rom, wo er den Vierströmebrunnen (Fontana dei Quattro Fiumi) auf der Piazza Navona und den Tritonenbrunnen (Fontana del Tritone) auf der Piazza Barberini bewundern konnte. Beide Anlagen dienten als Vorbild für seinen heute unter Denkmalschutz stehenden Neptunbrunnen, der Begas zu internationalem Ansehen verhalf.
Unterstützen ließ sich Begas bei seiner Arbeit von seinem Bruder Karl und den Bildhauern Karl Albert Bergmeier, Karl Bernewitz und Johann Götz.

Das Wasserbecken besteht aus rot poliertem schwedischen Granit und hat einen Durchmesser von 18 Metern. Aus ihm empor steigt Neptun, der römische Gott des Meeres, auf einer Muschel thronend, in imposanter und gebieterischer Haltung. In der linken Hand hält er den Dreizack, das Zeichen seiner Macht.
Vier Tritonen stemmen die riesige Muschel, Wassertiere wie Fische, Krebse und Polypen dienen als schmückendes Beiwerk, während Schildkröten, Robben und Krokodile als Wasserspender fungieren.
Auf dem Rand des Wasserbeckens sitzen vier Frauengestalten, die die Flüsse Rhein (Fischernetz und Trauben), Weichsel (hölzerne Klötze), Oder (Ziege und Fell) und Elbe (Obst und Ähren) symbolisieren.

Früher war der Neptunbrunnen auch unter der Bezeichnung "Begasbrunnen" bekannt. Im Berliner Volksmund wurde er indes "Forckenbecken" genannt, in Anspielung auf den damaligen Bürgermeister Forckenbeck und den Dreizack (Forke), den Neptun in der Hand hält.
Von den vier Frauengestalten heißt es, sie seien die einzigen Berlinerinnen, die den Rand halten können.

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