Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Kreuzbergdenkmal

Berlin, Viktoriapark Auf dem 66 Meter hohen Kreuzberg im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg steht das über 18 Meter hohe "Nationaldenkmal für die Befreiungskriege" (1813-1815). Es wurde am 30. März 1821 eingeweiht.
Das gusseiserne Denkmal wurde nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel in neogotischem Stil errichtet. Die Spitzsäule wird gekrönt von einem Eisernen Kreuz, das ebenfalls von Schinkel entworfen wurde und als Kriegsauszeichnung von Friedrich Wilhelm III - zunächst nur für die Befreiungskriege - gestiftet wurde.
Die Säule erinnert an die Schlachten bei Großgörschen, Paris, Belle-Alliance (Waterloo) und die Völkerschlacht bei Leipzig.
Aber auch an weniger bekannte Schlachten wird erinnert, wie an die Schlacht bei Wartenburg, bei Kulm, bei Großbeeren, bei Dennewitz usw.
Die Bildhauer waren u.a. Christian Daniel Rauch, Ludwig Wichmann und Friedrich Tieck.
Außerdem ließ er Friedrich Wilhelm III eine Tafel mit einer Widmungsinschrift anbringen:
"Der König dem Volke, das auf seinen Ruf hochherzig Gut und Blut dem Vaterlande darbrachte. Den Gefallenen zum Gedächtniß, den Lebenden zur Anerkennung, den künftigen Geschlechtern zur Nacheiferung"

Da die Mietskasernen, die im Laufe der folgenden Jahrzehnte entstanden, den Blick auf das Denkmal versperrten, ließ Kaiser Wilhelm I 1878 das Denkmal mittels Hydraulik auf einen acht Meter hohen achteckigen Sockel stellen und um 21° drehen. Darunter errichtete man einen Unterbau mit Gewölben. In diesen Katakomben lagern seit rund zwanzig Jahren bedeutende historische Skulpturen, darunter 12 Genien von Schinkel, die wichtige Schlachten der Befreiungskriege symbolisieren und ein Wandfries von Johann Gottfried Schadow, das ursprünglich für die Münze am Werderschen Markt geschaffen wurde.
Des Weiteren lagert hier auch der Abguss einer der Pferdeköpfe der Quadriga auf dem Brandenburger Tor.

Zu Füßen des Kreuzbergdenkmals entstand Ende des 19. Jahrunderts der Viktoriapark, der sich im Laufe der Zeit zu einem fast 13 Hektar großen Landschaftspark mit Liegewiesen, Kinderspielplatz, einem Tiergehege und einem Sportplatz entwickelte. Der ursprüngliche Teil des Parks war einer Gebirgslandschaft mit kleinen Wasserstellen nachempfunden. Die Attrakton war und ist auch heute noch ein 24 Meter hoher künstlicher Wasserfall, der eine Sichtachse von der Großbeerenstraße bis zum Denkmal auf der Kuppe des Kreuzberges bildet.
Die aus Granit und Kalkstein entstandene Landschaft wurde am 14. Oktober 1893 eingeweiht.
Am Eingang des Viktoriaparks steht in einem ebenfalls künstlich angelegten Teich die 1896 geschaffene Bronzeskulptur "Der seltene Fang" des Berliner Bildhauers Ernst Herter. Bei dem Motiv handelt es sich um einen Fischer, der eine Nixe in seinem Netz hält.

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