Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Märkisches Museum

Berlin, Märkisches Museum Das Märkische Museum am Köllnischen Park in Berlin-Mitte wurde 1904 nach Plänen des Stadtbaurats Ludwig Hoffmann als "Märkisches Provinzial-Museum" errichtet, aber erst 1908 eröffnet.
Bereits am 9. Oktober 1874 war das Museum im Palais Podewils gegründet worden. Es war das erste bürgerliche, vom Königshaus unabhängige, Museum Berlins und daher auch auf Stiftungen und Spenden angewiesen.
Anfangs war das Museum im Roten Rathaus untergebracht, das sich aber schon bald als viel zu klein erwies. Sowohl die Zahl der Exponate als auch die Zahl der Besucher wuchs stetig, so dass im Jahr 1897 ein Museumsneubau beschlossen wurde. Die Planungen begannen im Herbst 1896, die Bauarbeiten im Jahr 1899.

Der schon von weitem sichtbare rote Backsteinturm mit dem markanten Walmdach lässt nicht unbedingt auf ein Museum schließen. Das Bauensemble, verschiedenen architektonischen Vorbildern der Mark Brandenburg entlehnt, scheint auf den ersten Blick unterschiedlichen Stilepochen zu entstammen und zu einem neuen Ganzen zusammengewürfelt zu sein.
Das Konzept Ludwig Hoffmanns (er entwarf u.a. auch das Alte Stadthaus und war nach dem Tod von Alfred Messel für die Bauausführung des Pergamonmuseums verantwortlich) zielte darauf ab, nicht nur das Innere des Museums auf die Exponate abzustimmen sondern auch das Äußere.
Schon Friedrich August Stüler tat dies bei der Planung des Neuen Museums.
Die 5,33 Meter hohe Statue neben dem Haupteingang des Museums ist eine 1905 gefertigte Kopie des Rolands aus dem Jahr 1474 vor dem Altstädter Rathaus in Brandenburg an der Havel.
Die Glocke vor dem Märkischen Museum stammt aus dem Jahr 1471 und wurde in der Glockengießerei Lauchhammer gegossen. Ursprünglich läutete sie in der Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack und danach im Berliner Dom.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude teilweise zerstört.
Berlin, Märkisches Museum Nach der Teilung der Stadt bekam das in Ostberlin gelegene Märkische Museum einen Ableger im ehemaligen Kammergericht im Westberliner Bezirk Kreuzberg.
Das nach der Wende aufwendig sanierte Museum bietet in über 50 Räumen Einblick in die Geschichte Berlins und Brandenburgs. Es zeigt sowohl prähistorische Grabungsfunde als auch Zeugnisse aus dem Mittelalter bis hin in die Neuzeit.
Das Märkische Museum ist heute das Stammhaus der Stiftung Stadtmuseum Berlin. Ein großer Teil der rund 4,5 Millionen Objekte sind im Depot der Poelzig-Halle in Berlin-Spandau untergebracht.

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