Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Max Lingner

Max Lingner wurde am 17. November 1888 als Sohn eines Formschneiders in Leipzig geboren und starb am 14. März 1959 in Berlin.
Er war ein Maler und Graphiker.

Nach dem bestandenen Abitur im Jahr 1907 studierte Lingner an der Kunstakademie Dresden, wo er 1912 mit seinem Gemälde "Singende Mädchen" den Sächsischen Staatspreis gewann.
Anschließend trat er eine Studienreise an, die ihn in die Niederlande, nach England, Frankreich und Belgien führte.
1914 musste Lingner in den Ersten Weltkrieg ziehen. 1918 beteiligte er sich am Kieler Matrosenaufstand, der schließlich das Ende des Ersten Weltkrieges und die Abdankung von Kaiser Wilhelm II einläutete.

Nach Jahren der Misserfolge in Deutschland ging Lingner 1928 nach Paris, wo er 1931 bei der Wochenzeitung Monde eine Anstellung als Pressezeichner erhielt. Fortan gestaltete er das Erscheinungsbild der Zeitung.
1934 trat Lingner der Französischen Kommunistischen Partei bei.
Als Mitglied der Assoziation revolutionärer Schriftsteller und Künstler Frankreichs präsentierte er auf Ausstellungen seine Werke.
Nach der Schließung von Monde im Jahr 1935 arbeitete Lingner für die Gewerkschaftszeitung "La Vie Ouvrière", für die Zeitung "L'Avant-Garde" und für die Zeitung der Kommunistischen Partei Frankreichs "L'Humanité".
1939 wurde Lingner verhaftet und in ein südfranzösisches Lager überstellt, aus dem er aber 1940 fliehen konnte. Unter dem Falschnamen Marcel Lantier tauchte er in den Untergrund ab und schloss sich 1943 der französischen Widerstandsbewegung an.

1949 kehrte Lingner nach Deutschland zurück, wo er im Ostteil Berlins die Deutsche Akademie der Künste mitbegründete und eine Professur an der 1946 gegründeten Kunsthochschule Berlin-Weißensee im Bezirk Pankow erhielt.
Seine Werke waren in der DDR nicht unumstritten, da sie sich in den Augen der Kulturpolitiker nicht klar genug von der als westlich-dekadent angesehenen Kunst abgrenzten. Auch sein bekanntestes Werk, das Wandbild "Aufbau der Republik" in der Vorhalle des heutigen Bundesfinanzministeriums, musste einige staatlich verordnete Korrekturen durchlaufen, bis es auf das Wohlwollen der Verantwortlichen traf.

Wirkliche Anerkennung wurde dem Künstler eigentlich erst nach seinem Tod zuteil.
Am 14. März 1959 starb Max Lingner in Berlin. Seine letzte Ruhe fand er in einem Ehrengrab auf dem Städtischen Friedhof Pankow III im Ortsteil Berlin-Niederschönhausen.
Ihm zu Ehren wurde eine Straße in Berlin-Pankow nach ihm benannt.

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