Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Kartoffelrevolution

Die sogenannte Kartoffelrevolution nahm ihren Anfang auf dem Gendarmenmarkt im heutigen Berliner Bezirk Mitte.
Infolge der schweren Missernte von 1846 in Mitteleuropa hatten sich die Kartoffelpreise um ein Vielfaches erhöht, so dass sie schließlich von einem großen Teil der armen, am Existenzminimum lebenden Stadtbevölkerung nicht mehr bezahlt werden konnten.

Als auch die Bitte der Berliner Stadtverordneten an den König, sowohl den Export von Getreide als auch das Verarbeiten der Knollenfrüchte zu Branntwein zu verbieten, auf brüske Ablehnung stieß, eskalierte im April 1847 die aufgeheizte Stimmung der notleidenden Berliner und es kam zu einem drei Tage währenden Aufruhr, in dessen Verlauf wütende Demonstranten zunächst die Verkaufsstände auf dem Gendarmenmarkt und danach auch auf anderen Markten der Stadt plünderten. Als die Händler aus Angst vor Übergriffen ausblieben, wurden Bäcker und Fleischer das Ziel von Plünderungen der aufgebrachten und von Verelendung bedrohten Bevölkerung.

Die Antwort des späteren Kaisers Wilhelm I auf die sozialen Unruhen war das Aussenden des Militärs, das zahlreiche Plünderer und Demonstranten verhaftete.
Die meisten der zu Gefängnis und Zuchthaus Verurteilten wurden wenige Monate später aus Anlass des Geburtstags von König Friedrich Wilhelm IV wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Ruhe, die sich nach dem Einsatz des Militärs einstellte, war trügerisch, denn bereits ein Jahr nach diesem Ereignis sollte es zur Märzrevolution kommen, die viele Bürger mit ihrem Leben bezahlen mussten.

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