Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Knüppelkrieg

Der sogenannte Knüppelkrieg zwischen Berlin und Spandau fand im August 1567 statt. Was zunächst als harmlose Volksbelustigung begann, endete schließlich mit einer handfesten Auseinandersetzung, die von den Spandauern durch einen Hinterhalt gewonnen wurde.

Der brandenburgische Kurfürst Joachim II ließ ein dreitägiges Spektakel aufführen, in dessen Verlauf sich Berliner und Spandauer Schaukämpfe zu Wasser und zu Lande lieferten. Sie kämpften mit Knüppeln bewaffnet und in voller Rüstung gegeneinander, wobei die Berliner - so war es abgesprochen - am Ende als Sieger hervorgehen sollten.
Allerdings entwickelte sich die Sache anders als geplant, denn die Spandauer, von wildem Ehrgeiz gepackt, dachten überhaupt nicht mehr daran, sich an die Absprache zu halten und den Kampf zu verlieren. Stattdessen verabreichten sie den Berlinern eine tüchtige Tracht Prügel.

Der Kurfürst, der sich zuletzt selbst in den Kampf eingemischt hatte und über diese eigenmächtige Änderung des Drehbuchs alles andere als erfreut war, ließ seinen Ärger an dem Spandauer Bürgermeister Bartholomäus Bier (1564-1573) aus. Kurzerhand ließ er diesen festnehmen und für einige Monate ins Gefängnis werfen.

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