Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Peter Hille

Peter Hille wurde am 11. September 1854 als Sohn eines Lehrers und späteren Verwaltungsbeamten in Erwitzen/Westfalen geboren und starb am 7. Mai 1904 in Berlin.
Er war ein Dichter und Schriftsteller.

Zunächst besuchte Hille das Gymnasium, das er aber wegen mangelnder Leistung ohne einen Abschluss verlassen musste. Hille war ein unangepasster Schüler, dem einer seiner Lehrer ein schweres Leben prophezeite...
Als Protokollschreiber bei der Staatsanwaltschaft in Höxter fühlte er sich nicht wohl und und so suchte er sein Heil zunächst in Leipzig, dann in Bremen, wo er für die Zeitschrift "Deutsche Monatsblätter" arbeitete und für die sozialdemokratische Zeitung "Bremer Tageblatt".
Eine Erbschaft, die ihm seine verstorbene Mutter vermachte, ermöglichte Hille 1880 eine Reise nach London, wo er mit sozialistischen und anarchistischen Kreisen in Berührung kam.
Danach lebte Hille zwei Jahre in den Niederlanden, wo er ein finanzielles Debakel erlebte, als er eine Schauspielertruppe unterstützte und dabei seine gesamte Erbschaft verlor, was dazu führte, dass Hille vorübergehend obdachlos wurde.

Hille ging nach Berlin, wo er kurze Zeit bei der Zeitschrift "Berliner Monatshefte für Literatur, Kritik und Theater" arbeitete. 1885 gründete er die Zeitschrift "Völkermuse - Ein kritisches Schneidemühl". Aber auch hiermit erlitt Hille Schiffbruch.
Immerhin wurde Detlev von Liliencron auf den Glücklosen aufmerksam. Er half ihm bei der Veröffentlichung des Romanes "Die Sozialisten". Als auch hier der erhoffte Erfolg ausblieb, ging Hille nach Bad Pyrmont, wo er bis 1889 blieb und sich als Schriftsteller betätigte.
Danach begab sich Hille auf Wanderschaft durch die Schweiz und Italien, wo er bis 1891 blieb.

1888 erkrankte er an einer Tuberkulose. Ein Freund nahm ihn bei sich auf und kümmerte sich um ihn. Hille musste sich vor der Polizei, die ihn wegen angeblichen Verstoßes gegen das Sozialistengesetz, verfolgte.
1895 kehrte Hille nach Berlin zurück, wo Freunde ihm Obdach boten, aber immer wieder lebte Hille auch auf der Straße.
Kurz vor seinem Tod gründete Peter Hille mit der Hilfe von Freunden ein Kabarett, das ihm zwar endlich einen gewissen Erfolg, aber kein finanziell abgesichertes Leben bescherte und so blieb er bis zuletzt auf die Unterstützung von Freunden angewiesen.
Hille war Mitglied im Friedrichshagener Dichterkreis, einer Vereinigung von Schriftstellern des Naturalismus, und der Neuen Gemeinschaft, einer anarchistisch-kommunistischen Kommune im Berliner Ortsteil Schlachtensee.

Am 7. Mai 1904 erlag Peter Hille einem chronischen Lungenleiden. Er wurde 49 Jahre alt.
In Berlin-Friedrichshagen wurde eine Straße nach Peter Hille benannt.

Seine Werke
Neben Gedichten und Erzählungen erschienen folgende Romane:
Die Sozialisten, 1886
Des Platonikers Sohn, 1896
Semiramis - Cleopatra, 1902
Die Hassenburg, 1905
Das Mysterium Jesu, 1910

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