Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Hauptbahnhof

Berlin, Hauptbahnhof Der von dem Architekten Meinhard von Gerkan entworfene Hauptbahnhof in Berlin-Mitte ist der wichtigste Eisenbahnverkehrsknotenpunkt der Stadt und der größte Kreuzungsbahnhof Europas. Er wurde am 26. Mai 2006 eröffnet.
Es ist der erste Hauptbahnhof in der Geschichte Berlins, das zwar eine europäische Bahnmetropole war und über eine Reihe von Kopfbahnhöfen verfügte, aber nie einen wirklichen Schienenverkehrsknotenpunkt besaß.
Der Vorgänger des Hauptbahnhofs war der Lehrter Bahnhof. Dieser wurde 1871, dem Gründungsjahr des Deutschen Reiches, eingeweiht und verband Berlin mit Lehrte, Hamburg, Bremen und Bremerhaven.
Andere bedeutende Bahnhöfe waren der Nord-, der Potsdamer-, der Stettiner-, der Görlitzer-, der Anhalter- und der Schlesische Bahnhof (der heutige Ostbahnhof). Nach dem Zweiten Weltkrieg büßte Berlin seinen Rang als europäische Bahnmetropole ein und nach der Teilung Berlins wurden die Kopfbahnhöfe stillgelegt oder abgerissen.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde über ein neues Verkehrskonzept nachgedacht. Man entschied sich schließlich für das sogenannte Pilzkonzept. Die abgeschnittenen Schienenverbindungen wurden wiederhergestellt und an der Stelle des Lehrter Bahnhofs entstand der heutige Hauptbahnhof. Hier kreuzen sich die Strecken in Ost-West- und Nord-Süd-Richtung.
In dieses Pilzkonzept mit eingeschlossen wurden drei weitere neue Bahnhöfe: Gesundbrunnen (für Züge in Richtung Stettin, Stralsund, Rostock, Schwedt), das Südkreuz (früher Papestraße), Potsdamer Platz und Spandau (für Züge in Richtung Hamburg und Hannover).

Die Eröffnung des Berliner Hauptbahnhofes stand unter keinem guten Stern: ein jugendlicher Messerstecher attackierte kurz nach der Feier wahllos zahlreiche Besucher und verletzte sie teilweise schwer. Aber auch in der Folgezeit sorgte der Bahnhof für Schlagzeilen: der Prozess, den der Architekt des Hauptbahnhofs, Meinhard von Gerkan, gegen die Deutsche Bahn AG führte und der Orkan Kyrill, der Mitte Januar 2007 auch über Berlin hinwegfegte und dabei einen nicht verschweißten, fast zwei Tonnen schweren Stahlträger aus der Verankerung riss und in die Tiefe stürzen ließ. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

2007 wurde dem Berliner Hauptbahnhof vom Verband "Allianz pro Schiene" der Titel "Bahnhof des Jahres" verliehen.
Im Jahr 2008 erhielt der Berliner Hauptbahnhof einen Preis für Eisenbahndesign und im August 2013 wurde er von der Europäischen Kommission mit dem höchsten Preis für Barrierefreiheit, den "Access City Award 2013" ausgezeichnet. Somit gilt der Berliner Hauptbahnhof als vorbildlicher Ort für barrierefreie Verkehrsinfrastruktur.

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch bei aller Euphorie über den neuen Hauptbahnhof: der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannte Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg wird nicht mehr von Fernschnellzügen angefahren und verkommt somit zu einer Fußnote der Berliner Eisenbahngeschichte.

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