Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Gertraudenbrücke

Berlin, Gertraudenbrücke Die Gertraudenbrücke in Berlin-Mitte ist eine Doppelbrücke, bestehend aus der alten Fußgänger- und einer neueren Straßenbrücke. Sie führt über den westlichen Arm der Spree und verbindet die historischen Stadtteile Cölln und Berlin.
Die ehemalige Teltower Brücke, deren Existenz bis ins 13. Jahrhundert, der Gründungszeit von Cölln und Berlin zurückzuverfolgen ist, erhielt ihren heutigen Namen von dem Gertrauden-Hospital, das im 15. Jahrhundert vor den Toren der Stadt errichtet wurde.
In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ließ Titus de Favre, seines Zeichens Architekt und Oberbaudirektor von Berlin, die Gertraudenbrücke im Zuge der Stadtbefestigung zu einer damals üblichen hölzernen Zug- und Klappbrücke umbauen.

Ihre heutige Form erhielt die Gertraudenbrücke Ende des 19. Jahrhunderts durch Otto Stahn (1859-1930), Architekt und Baurat von Berlin.
Die in Lauchhammer in Bronze gegossene Figur der Heiligen Gertraude stammt von Rudolf Siemering (1835-1905).
Als die Brückenfigur während des Zweiten Weltkrieges eingeschmolzen werden sollte, wurde sie von dem Bronzegießer Hans Füssel (1897−1989) versteckt und so vor der Zerstörung gerettet.
1954 kehrte die Heilige Gertraude auf ihren angestammten Platz zurück.
Die im Krieg beschädigte Brücke wurde saniert und um eine Straßenbrücke erweitert. Seitdem ist die alte, unter Denkmalschutz stehende Gertraudenbrücke allein Fußgängern vorbehalten.
Berlin, Gertraudenbrücke
Die Heilige Getraude
Getraude oder Gertrud wurde im Jahr 626 als Tochter von Pippin dem Älteren und Itta von Nivelles geboren und starb am 17. März 653 oder 659.
Sie war Äbtissin des Klosters Nivelles in Brabant und gründete die Benediktinerinnenabtei im unterfränkischen Karlburg.

Als 14-jährige trat sie in die Abtei in Nivelles ein und übernahm nach dem Tod ihrer Mutter die Leitung.
Sie kümmerte sich nicht nur um Kranke, Arme, Witwen und Gefangene sondern auch um die Bildung von Mädchen. Da sie zudem für das leibliche Wohl von Wanderern, Durchreisenden und Pilgern sorgte, wurde sie deren Schutzpatronin.
Aber die Heilige Gertraude, überdies Schutzpatronin der Gärtner, wurde auch bei Mäuse- und Rattenplagen angerufen.

Die rund drei Meter hohe Brückenfigur zeigt die Heilige Gertraude, wie sie einem durstigen Wanderer ein Getränk reicht. Die Inschrift lautet:
"Hei, wie das Naß
Durch die Kehle rinnt
Und der Bursche mit eins
Wieder Mut gewinnt
Nun dankt er laut
Dir, heilige Gertraud
Ratten und Mäusgezücht
Machst du zunicht,
Aber den Armen im Land
Reichst du die Hand"

Der Sockel, auf dem die Heilige Gertraude steht, wird von bronzenen Ratten und Mäusen gesäumt, wobei das Streicheln der Tiere reichlichen Geldsegen verheißen soll. Wie verbreitet dieser Glaube ist, zeigt die nebenstehende Maus mit ihrem blank polierten Köpfchen.

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