Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Kaiser Friedrich III
(der "99-Tage-Kaiser")

Friedrich Wilhelm aus dem Hause Hohenzollern wurde am 18. Oktober 1831 in Potsdam geboren und starb am 15. Juni 1888 ebenfalls in Potsdam.
Er war der einzige Sohn von Kaiser Wilhelm I von Preußen (1797-1888) und Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach (1811-1890).

Vom Vater beeinflusst, machte der Kronprinz zunächst eine militärische Karriere. Während der Deutschen Einigungskriege nahm er als Feldherr sowohl am Deutschen Krieg (1866) als auch am Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) teil. Er führte die 3. Armee in die siegreichen Schlachten bei Weißenburg und bei Wörth und war sowohl an der Schlacht von Sedan beteiligt als auch an der Belagerung von Paris.
Der im Oktober 1870 zum Generalfeldmarschall ernannte Friedrich Wilhelm befürwortete die Krönung seines Vaters zum Deutschen Kaiser und unterstützte deshalb 1871 Otto von Bismarck bei dessen intensiven Bemühungen, Wilhelms Bedenken gegen die Annahme der Kaiserkrone zu zerstreuen.

Neben einer militärischen Ausbildung erhielt Friedrich Wilhelm als erster preußischer Thronfolger auch eine akademische Ausbildung, was dem Einfluss seiner Mutter zuzuschreiben war. Von 1849 bis 1852 studierte er in Bonn Rechtswissenschaften.
Im Jahre 1858 heiratete er Prinzessin Victoria von Großbritannien und Irland, die er 1851 während eines Englandaufenthalts kennengelernt hatte. Die Ehe verlief harmonisch. Acht Kinder gingen aus ihr hervor, von denen allerdings nicht alle das Erwachsenenalter erreichten.
Kronprinz Wilhelm kam am 27.1.1859 nach einer äußerst schwierigen Geburt im Kronprinzenpalais in Berlin körperlich behindert zur Welt.

Wie schon seine Mutter und später seine liberal erzogene Ehefrau war auch Friedrich Wilhelm ein Gegner der Politik von Ministerpräsident Otto von Bismarck, wagte aber aus Loyalität zu seinem Vater, der die Politik Bismarcks befürwortete, keine offene Konfrontation.
Friedrich Wilhelm widmete sich der Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur und sorgte für den Bau von Berliner Museen und die Einrichtung von Kupferstich- und Münzkabinetten.

Im November 1887 erfuhr die Öffentlichkeit von dem Kehlkopfkrebs des Kronprinzen. Friedrich, der zu diesem Zeitpunkt kaum noch sprechen konnte, reiste nach Italien, um im milden Mittelmeerklima Linderung seiner Beschwerden zu erreichen.
Als der Kronprinz im März 1888 seinem Vater als Friedrich III auf den Thron folgte, war er bereits vom Tode gezeichnet. Dennoch übernahm er die Regierungsgeschäfte, setzte aber seinen Sohn Wilhelm als Stellvertreter ein.
Nach nur 99 Tagen erlag Friedrich III seinem schweren Leiden.
Am 15. Juni 1888 wurde sein Sohn Wilhelm im Alter von 29 Jahren Deutscher Kaiser und König von Preußen.
Das Jahr 1888 ging als das "Dreikaiserjahr" in die deutsche Geschichte ein.

zurück zur Liste

Seitenanfang


[Home][Geschichte][Über mich][Fotos][Hohenzollern][Sightseeing][Links][Impressum][Sitemap]
Copyright (c) 2009 Brigitte Ferlet. Alle Rechte vorbehalten.