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Elisabeth Charlotte von der Pfalz

Elisabeth Charlotte von der Pfalz wurde am 19. November 1597 in Neumarkt, Oberpfalz, geboren und starb am 26. April 1660 in Crossen an der Oder. Sie war eine Tochter von Friedrich IV von der Pfalz und dessen Ehefrau Luise Juliana von Oranien-Nassau.

Elisabeth Charlotte hatte sieben Geschwister, von denen allerdings drei schon sehr früh verstarben. Der übermäßige Alkoholkonsum ihres Vater, den sie bereits als Zwölfjährige verlor, belastete die Ehe der Eltern schwer.
Am 24. Juli 1616 heiratete Elisabeth Charlotte in Heidelberg den Kurprinzen und späteren Kurfürsten Georg Wilhelm (1595-1640) aus dem Hause Hohenzollern. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor.
Ihr erstgeborenes Kind Luise Charlotte heiratete 1645 den Herzog Jakob Kettler von Kurland. Der später als Großer Kurfürst in die Geschichte Brandenburgs eingehende Thronfolger Friedrich Wilhelm wurde am 6. Februar 1620 geboren. Hedwig Sophie kam 1623 zur Welt. Sie heiratete 1649 den Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel. Der letztgeborene Johann Sigismund verstarb kurz nach seiner Geburt im Jahr 1624.

Die politisch motivierte Ehe sollte eigentlich dazu dienen, das erst wenige Jahre zuvor unter Kurfürst Johann Sigismund zum Reformierten Glaubensbekenntnis übergetretene Brandenburg enger an die ebenfalls reformierte Pfalz zu binden.
Allerdings verfügte Elisabeth Charlotte über zu wenig Einfluss am Hofe, um sich gegen den allmächtigen Minister, Graf Adam von Schwarzenberg, durchzusetzen, dem ihr schwacher und wenig durchsetzungsfähiger Ehemann die Regierungsgeschäfte weitgehend überlassen hatte. Da Schwarzenberg aber ein erklärter Freund des katholisch beeinflussten österreichischen Kaiserhauses war, versuchte er stets, im Sinne Österreichs zu agieren.
Dennoch setzte Elisabeth Charlotte durch, dass ihrem Bruder Friedrich V von der Pfalz, dem Oberhaupt der Protestantischen Union, in Brandenburg Schutz gewährt wurde, als dieser aus Böhmen vertrieben wurde.
Einfluss auf die Politik Brandenburgs nahm Elisabeth Charlotte später auch über ihren Sohn Friedrich Wilhelm, der ein inniges Verhältnis zu seiner Mutter hatte.
Ihre letzten Lebensjahre verbrachte Elisabeth Charlotte in Crossen, wo sie am 16. April 1660 im Alter von 62 Jahren verstarb.
Beigesetzt wurde sie in der Hohenzollerngruft des Berliner Doms.

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