Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Elisabeth Christine
von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern

Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern wurde am 8. November 1715 in Wolfenbüttel geboren und starb am 13. Januar 1797 im Schloss Schönhausen (heute Berlin-Pankow).
Elisabeth Christine war eines von vierzehn Kindern von Herzog Ferdinand Albrecht II (1680-1735) von Braunschweig-Wolfenbüttel und dessen Ehefrau Antoinette Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1696-1762).
Bekannt wurde sie als unglückliche und ungeliebte Ehefrau von Friedrich dem Großen. Am 12. Juni 1733 heiratete sie den Kronprinzen auf Geheiß ihres Vaters im Schloss Salzdahlum. Die Ehe blieb kinderlos.

Die Bande zwischen den Häusern Hohenzollern und Braunschweig-Bevern wurden gleich dreifach geknüpft: Friedrichs Schwester Philippine Charlotte heiratete Karl I, einen Bruder von Elisabeth Christine und Friedrichs Bruder August Wilhelm heiratete Luise Amalie, eine Schwester von Elisabeth Christine. Dieser Ehe entstammte der spätere König Friedrich Wilhelm II.

Kronprinz Friedrich hatte diese Ehe nie gewollt und das ließ er seine Ehefrau auch deutlich spüren indem er diese sein Leben lang mit Nichtbeachtung strafte. Zu der persönlichen Distanz kam auch bald eine räumliche Distanz, denn während Elisabeth Christine im Kronprinzenpalais in Berlin wohnte, weilte Friedrich bei seinem Regiment.
Nach der Fertigstellung des Schlosses Rheinsberg lebte das Paar einige wenige Jahre zusammen unter einem Dach.
Nach dem Tode des Vaters Friedrich Wilhelm I im Jahre 1740 verabschiedete sich Friedrich endgültig aus seiner Ehe. Während er auf Schloss Sanssouci weilte, bewohnte Elisabeth Christine ihre Gemächer im Berliner Stadtschloss. Die Sommermonate verbrachte sie im Schloss Schönhausen (heute Schloss Niederschönhausen).
Elisabeth Christine, die ihrem Angetrauten trotz all seiner Ablehnung sehr zugetan war und ihm auch regelmäßig exotische Früchte aus der Orangerie ihres Schlosses schickte, hoffte lange Zeit vergeblich auf Erwiderung ihrer Gefühle.
Wann immer es Friedrich II wünschte und erlaubte, kam die Königin ihren gesellschaftlichen Verpflichtungen nach und repräsentierte das preußische Königshaus. Dies waren meist auch die einzigen Anlässe, zu denen sich die Eheleute begegneten.

Elisabeth Christine beschäftigte sich mit Malerei, Literatur und verfasste selbst einige Schriften. Sie verstand sich gut mit Voltaire, der eine Zeitlang in Potsdam bei ihrem Ehemann verbrachte und auch mit der vom Hof Sanssouci Verbannten Umgang pflegte.
Während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) musste die Königin mehrmals aus Berlin fliehen. Beim ersten Mal brachte sie sich vor den anrückenden Österreichern in der Festung Spandau in Sicherheit, beim letzten Mal floh sie vor den Russen, die im Begriff waren, Berlin zu besetzen.
Drei Jahre verbrachte die Königin in ihrem Exil in Magdeburg, bevor sie mit ihrem Hofstaat endgültig nach Berlin zurückkehren konnte.
Als sich das Ehepaar dann endlich nach fast siebenjähriger Trennung zum ersten Mal wieder begegnete, "begrüßte" Friedrich II seine Ehefrau mit einer einzigen Bemerkung: "Madame sind korpulenter geworden"....

Nach der Verwüstung und Plünderung Schönhausens durch die Russen während des Siebenjährigen Krieges machte es sich Elisabeth Christine zur Aufgabe, das Schloss umzubauen und prunkvoll auszustatten.
Aber sie engagierte sich auch auf sozialem Gebiet und gewährte großzügige Spenden.

1786 starb Friedrich der Große. Elf Jahre später starb auch Elisabeth Christine im Alter von 81 Jahren.
Während ihr Gatte in Potsdam beerdigt wurde, fand sie selbst ihre letzte Ruhe in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom. So blieb das Paar nicht nur im Leben getrennt sondern selbst noch im Tode.....

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