Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

East-Side-Gallery

Berlin, East-Side-Gallery Die East Side Gallery nahe der Oberbaumbrücke ist ein rund 1,3 km langes Stück der Hinterlandmauer, die einst Friedrichshain von Kreuzberg und Ostberlin von Westberlin trennte. Sie ist die längste dauerhafte Open-Air-Galerie der Welt.
Nach der Öffnung der Berliner Mauer bemalten im Frühjahr 1990 118 Künstler aus 21 Ländern dieses Mauerteilstück auf einer Länge von 1316 Metern mit Motiven rund um die deutsche Wiedervereinigung.
Am 28. September 1990 wurde die Eastside-Gallery eröffnet und im November 1991 unter Denkmalschutz gestellt.

Nachdem viele der Bilder verwitterten, die Mauer bröckelte und die Eisenträger rosteten, wurde eine nachhaltige Beseitigung der durch Regen, Frost, Graffiti und Straßenverkehr entstandenen Schäden notwendig. Rund 2,5 Millionen Euro aus Lottoeinnahmen und der EU standen dafür zur Verfügung.
Nachdem schon im Jahre 2000 Sanierungsarbeiten stattgefunden hatten, wurde im Jahre 2008 eine erneute Sanierung der East Side Gallery notwendig.
Der Einladung zur Wiederherstellung ihrer Bilder folgten nicht alle Künstler und dies aus unterschiedlichen Motiven. Die einen sahen ihr Urheberrecht verletzt, weil ihre Werke eigenmächtig und ohne ihr Einverständnis von der Mauer entfernt worden waren, die anderen sahen die Aufwandsentschädigung von gerade einmal 3000 Euro plus Verpflegungskostenpauschale als viel zu gering an und dann gab es Künstler, die in der heutigen East Side Gallery ein "Disneyland für Touristen" sahen. Der Künstler Jim Avignon übermalte aus Protest sein Werk auf der Mauer mit dem Wort "moneymachine" (Geldmaschine).
Nur 74 Künstler folgten dem Aufruf, ihre Bilder ein zweites Mal an der Mauer aufzutragen.

Auf Grund des Bebauungsplans vom 15. Mai 2005 des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, der die Entfernung bzw. das Umsetzen von Mauerteilen der unter Denkmalschutz stehenden Eatside-Gallery erlaubt, wurde auf Verlangen der US-amerikanischen Anschutz Entertainment Group, die die Mehrzweck-Veranstaltungshalle O2World baute, im Juli 2006 ein rund 45 Meter breiter Durchgang durch die Hinterlandmauer gebrochen.
Ungeachtet aller Proteste wurden im März 2013 unter Polizeischutz weitere Teilsegmente für Wohnbauprojekte aus der Eatside-Gallery entfernt.

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