Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Johann Cicero von Brandenburg

Johann Cicero von Brandenburg aus dem Hause der Hohenzollern wurde am 2. August 1455 in Ansbach geboren und starb am 9. Januar 1499 im Arneburg in der Altmark.
Er war der älteste Sohn von Albrecht Achilles (1414-1486) und dessen ersten Ehefrau Margarete von Baden (1431-1457).

Sein Onkel, Kurfürst Friedrich II (1413-1471), der keinen männlichen Erben aufzuweisen hatte, nahm den zwölfjährigen Johann an seinem Hofe auf und ließ sich 1470 von seinem Neffen in den Krieg gegen Pommern, den Stettiner Erbfolgekrieg, begleiten.

Am 25. August 1476 heiratete der Kurprinz in Berlin Margarete von Sachsen (1449-1501) aus dem Hause der Wettiner.
Von den sieben Kindern, die während dieser Ehe geboren wurden, erreichten nur vier das Erwachsenenalter.
Der Kurprinz Joachim kam am 21. Februar 1484 in Cölln zur Welt.

Als der 31-jährige Johann nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1486 die Regentschaft übernahm, bestätigte er zunächst - wie damals üblich - die Stadtprivilegien von Cölln-Berlin. Danach machte er das in Cölln gelegene Schloss zu seinem ständigen Wohnsitz. So wurde aus der Doppelstadt die künftige Residenzstadt der Hohenzollern.

Die Einführung des "Biergeldes" (Biersteuer) im Jahr 1488 hatte einen Aufstand der altmärkischen Städte zur Folge, den Cicero blutig niederschlagen ließ.
Eine ähnlich unrühmliche Rolle spielte der Kurfürst auch im sogenannten Sternberger Hostienschänderprozess, in dessen Verlauf am 24. Oktober 1492 27 wegen Hostienfrevels angeklagte Juden auf dem Scheiterhaufen den Feuertod fanden. Alle anderen Juden wurden aus Mecklenburg verbannt.
Für 16000 rheinische Taler erwarb Cicer 1490 den Landkreis Zossen. Er umfasste 30 Dörfer und die Kleinstadt Zossen.

1499 erlag der fettleibige Kurfürst im Alter von 43 Jahren den Folgen einer Brustwassersucht, die zu einer Erbkrankheit der brandenburgischen Hohenzollern werden sollte, denn ihr fielen im Laufe der Zeit noch mindestens sechs weitere Regenten zum Opfer.
Sein Sohn Joachim I (1484-1535) ließ ihn im Kloster Lehnin, einer Zisterzienserabtei in Brandenburg, bestatten. Später verfügte sein Enkel Joachim II (1505-1571) die Überführung der sterblichen Überreste in den Berliner Dom.

Den Beinamen "Cicero" erhielt Johann erst nach seinem Tod - vermutlich wegen seiner Eloquenz und seiner guten Lateinkenntnisse.

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