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Schloss Charlottenburg

Berlin, Schloss Charlottenburg Das Schloss Charlottenburg liegt im gleichnamigen Berliner Ortsteil Charlottenburg und gehört heute zur Stiftung Preussische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Sophie Charlotte, die Ehefrau von Kurfürst Friedrich III ließ in den Jahren 1695 bis 1699 das Barockschloss nach Entwürfen des Architekten Johann Arnold Nering erbauen. Nach dem unerwarteten Tod Nerings, der im Alter von nur 36 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls erlag, übernahm Martin Grünberg die Bauleitung.
Am 11. Juni 1699 wurde das Schloss eingeweiht. Es erhielt den Namen des nahe gelegenen Dorfes - Lietzenburg.
Zunächst nur als Garten- und Lustschlösschen konzipiert, wurde das Schloss später, nachdem Kurfürst Friedrich III unter dem Namen Friedrich I zum ersten König in Preußen gekrönt worden war, zu einer repräsentativen, mit Seitenflügeln versehenen Residenz ausgebaut. Der Architekt Eosander von Göthe, der mit der Umgestaltung beauftragt worden war, nahm das Schloss von Versailles zum Vorbild.

Nach dem frühen Tod Sophie Charlottes wurden sowohl das Schloss als auch die angrenzende Siedlung zu Ehren der Verstorbenen in Charlottenburg umbenannt.
Eosander von Göthe, der den Auftrag zum weiteren Ausbau des Schlosses erhielt, errichtete u.a. eine Orangerie und eine Kapelle.

Nach dem Tod von Friedrich I. im Jahr 1713 geriet das Schloss Charlottenburg fast in Vergessenheit und wurde nur noch selten für öffentliche Anlässe genutzt.
Erst Friedrich II erweckte das Schloss zu neuem Leben, indem er es vorübergehend als Residenz nutzte. Zu diesem Zweck beauftragte er Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff mit der Umgestaltung und dem Ausbau. Als Friedrich II das Schloss Sanssouci in Potsdam bezog, verwaiste die Hohenzollernresidenz abermals.

Unter Friedrich Wilhelm II bekam das Schloss sein heutiges Aussehen. Carl Gotthard Langhans übernahm den Ausbau - u.a. erhielt das Schloss ein Theater, das auch den Bürgern zugänglich war.
Auch der "99 Tage Kaiser" Friedrich III nutzte Schloss Charlottenburg als Residenz.

Der an die Spree angrenzende Schlossgarten war der erste Barockgarten nach französischem Vorbild Deutschlands. Unter Friedrich II wurde der Garten zu einem Rokokogarten umgestaltet.
Friedrich Wilhelm II, der englische Landschaftsgärten liebte, ließ das Areal abermals umgestalten.
Neben einem Teehaus und einem Pavillon beherbergt der Schlossgarten ein Mausoleum für Königin Luise. Auch ihr Ehemann Friedrich Wilhelm III und ihr Sohn, Kaiser Wilhelm I, haben hier ihre letzte Ruhe gefunden.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude schwer beschädigt. Sein Wiederaufbau erstreckte sich über viele Jahre.
Während der Renovierung von Schloss Bellevue in den Jahren 2004 bis 2006 wurde das Schloss Charlottenburg von Bundespräsident Horst Köhler genutzt.
Das Schloss ist heute Museum. Zu besichtigen sind u.a. Mobiliar, Kroninsignien, Porzellan, Skulpturen und Werke der französischer Malerei, aber auch Gemälde der Romantik und des Biedermeier.
Die Deckengemälde stammen größtenteils von dem aus Paris stammenden Hofmaler und Direktor der Berliner Kunstakademie Antoine Pesne.

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