Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Sophie Charlotte von Hannover

Sophie Charlotte, Herzogin von Braunschweig und Lüneburg (Hannover) wurde am 30. Oktober 1668 in Bad Iburg geboren und starb am 1. Februar 1705 in Hannover im Alter von nur 36 Jahren.

Sophie Charlotte wuchs mit sechs Brüdern im Schloss Osnabrück auf. Ihr ältester Bruder Georg Ludwig (1660-1727) wurde König von Großbritannien und Irland, ihr jüngster Bruder Ernst August (1674-1728) Herzog von York und Albany.
Sophie Charlotte, die eine umfassende Ausbildung erhalten hatte, galt als überdurchschnittlich intelligent und gebildet. Sie sprach fließend französisch, italienisch und englisch und hielt ihr Leben lang Kontakt zu dem Philosophen Leibnitz, einem engen Freund ihrer Mutter.
Jahre später setzte sie sich maßgeblich für die Gründung der Berliner Akademie der Wissenschaften ein.

Wenn es nach dem ehrgeizigen Wunsch der Eltern gegangen wäre, hätte sie den französischen Thronerben geheiratet, was allerdings durch dessen Vater, König Ludwig XIV. aus politischen Erwägungen heraus verhindert wurde.
So heiratete Sophie Charlotte, die über ein sehr gewinnendes Äußeres verfügte, schließlich in das brandenburgische Kurfürstenhaus der Hohenzollern ein.
Am 8. Oktober 1684 wurde sie mit dem verwitweten Kurprinzen Friedrich (1657-1713), dem Sohn des Großen Kurfürsten (1620-1688) vermählt.

Allerdings wurde die aus politisch motivierten Gründen geschlossene Ehe nicht glücklich. Zunächst noch gemeinsam auf der Flucht vor seiner Stiefmutter Dorothea, von der Friedrich glaubte, vergiftet zu werden, entfremdeten sich die Eheleute im Laufe der Jahre mehr und mehr und führten schließlich eine Ehe, die nicht nur auf räumlicher Distanz basierte. Dennoch blieb ihr Verhältnis zueinander stets von gegenseitigem Respekt geprägt.
Aus der Politik hielt sich Sophie Charlotte weitgehend heraus, allerdings soll sie maßgeblich am Sturz von Minister Eberhard von Danckelmann und dessen Inhaftierung in der Zitadelle Spandau mitgewirkt haben.

Nach dem Tod von Friedrich Wilhelm im Jahr 1688 wurde Sophie Charlotte Kurfürstin von Brandenburg. Sie brachte zwei Söhne zur Welt, von denen allerdings nur der Thronerbe, der spätere Friedrich Wilhelm I (Soldatenkönig) und Vater von Friedrich dem Großen, das Erwachsenenalter erreichte. Der erstgeborene Sohn, Friedrich August, verstarb dreieinhalb Monate nach seiner Geburt.

Als Sophie Charlotte 1696 das Gut Lietzow erhielt, beauftragte sie den Baumeister Johann Arnold Nering mit der Errichtung einer Sommerresidenz. Da Nering kurz darauf verstarb, übernahm der Baumeister Martin Grünberg die Fertigstellung des Gebäudes. Am 11. Juni 1699 wurde das Schloss, in dem Sophie Charlotte bis an ihr Lebensende wohnte, feierlich eingeweiht.
Sein endgültiges Aussehen erhielt das Gebäude in den Jahren 1701 bis 1713 unter dem Baumeister Eosander von Göthe.

Am 18. Januar 1701 wurde Sophie Charlotte in Königsberg von ihrem Ehemann zur Königin in Preußen gekrönt. Am 1. Februar 1705 starb die Königin während eines Besuchs bei ihrer Mutter in Hannover an einer Halsentzündung.
Ihre letzte Ruhestätte fand sie in der Hohenzollerngruft des Berliner Doms.

Nach dem Tod von Sophie Charlotte ließ der König das Anwesen Lietzenburg in Charlottenburg umbenennen.
In Berlin-Charlottenburg gibt es die Sophie-Charlotte-Oberschule, die Sophie-Charlotten-Straße und den Sophie-Charlotte-Platz.
In Berlin-Zehlendorf wird ebenfalls eine Straße nach der ersten Königin in Preußen benannt.

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