Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Charité

Berlin, Charité Mit rund 15000 Mitarbeitern und 103 Kliniken und Instituten ist die Charité die größte Universitätsklinik Europas und nach der Deutschen Bahn AG die zweitgrößte Arbeitgeberin Berlins.
Im Jahr 1710 wurde auf Veranlassung von König Friedrich I vor den Toren Berlins ein Pesthaus errichtet, da zu jener Zeit in Osteuropa eine Pestepidemie wütete und man ein Übergreifen nach Berlin befürchtete. Da der schwarze Tod die Stadt aber verschonte, wurde das Gebäude als Lazarett für Arme, Obdachlose und ledige Mütter genutzt.
1727 erließ König Friedrich Wilhelm I die Order, das Lazarett in ein Hospital umzuwandeln. Der Name stand schon fest: "Charité" (Barmherzigkeit).

Im 19. Jahrhundert hatte die Charité eine weltweit führende Rolle inne: hier arbeiteten und forschten so bekannte Persönlichkeiten wie der Naturheilkundler Hufeland, der Arzt, Forscher und Sozialpolitiker Rudolf Virchow, die Wissenschaftler Paul Ehrlich und Hermann von Helmholtz, der Psychiater und Neurologe Karl Bonhoeffer, die Chirurgen Ferdinand Sauerbruch und Rudolf Nissen und Robert Koch, der Entdecker des Erregers von Milzbrand, Tuberkulose und Cholera.

Bereits 1933 begann die Charité, sich ihrer jüdischen Mitarbeiter, Ärzte und Wissenschaftler zu entledigen. An einige von ihnen wird heute durch Gedenktafeln erinnert.
Während der DDR-Zeit wurde die Charité zum führenden Krankenhaus Osteuropas ausgebaut.
Nach der Wende kamen die medizinischen Einrichtungen der Humboldt-Universität und der Freien Universität unter das Dach der Charité. Der Name der fusionierten Fakultäten lautet "Charité - Universitätsmedizin Berlin".

Im Wesentlichen verteilt sich die Charité auf vier Standorte:
Campus Benjamin Franklin, Lichterfelde, Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Campus Berlin-Buch, Berlin-Pankow
Campus Charité Mitte, Berlin-Mitte
Campus Virchow-Klinikum, Wedding, Berlin-Mitte

Insgesamt arbeiten an den Kliniken der Charité 4000 Ärzte, die jährlich rund 500.000 Patienten ambulant oder stationär versorgen.
7000 Studenten sind immatrikuliert, darunter 1000 Gaststudenten aus aller Welt.
Außerdem ist die Charité an zahlreichen internationalen Kooperationen beteiligt.

Aber auch die soziale Komponente kommt nicht zu kurz. So kümmert sich die Charité beispielsweise um die Obdachlosenversorgung und die Kinderschutzambulanz.
Um ihren Ärztinnen Familie und Karriere gleichzeitig zu ermöglichen, bietet die Charité mehrere Förderprogramme an, u.a. ein Habilitationsstipendium für Ärztinnen, benannt nach Rahel Hirsch, der ersten Professorin an der Charité.
Als erstes Universitätsklinikum in Deutschland erhielt die Charité die Gütesiegel "familiengerechtes Unternehmen" und "familiengerechte Hochschule", denn die Charité verfügt nicht nur über einen Väterbeauftragten sondern auch über einen Kindergarten für den Nachwuchs der Mitarbeiter mit flexibler Betreuung auch an den Wochenenden und nachts.

Der Charité angeschlossen ist das Berliner Medizinhistorische Museum, das auf Rudolf Virchow zurückgeht.

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