Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Karl Bötticher

Karl Gottlieb Wilhelm Bötticher wurde am 29. Mai 1806 als Sohn des Bäckers und Gastwirts August Bötticher in Nordhausen geboren und starb am 19. Juni 1889 in Berlin.
Er war Architekt, Kunsthistoriker, Lehrer, Publizist und Archäologe.

Nach der Trennung der Eltern verblieb Karl als einziges der Geschwister bei seinem Vater, der bald wieder heiratete. Nach dem frühen Tod der zweiten Ehefrau heiratete der Vater ein drittes Mal.
Der Direktor des Gymnasiums, das Karl Bötticher besuchte, erkannte das künstlerische Talent seines Schülers und förderte ihn so gut er konnte. Vater Bötticher aber zeigte wenig Verständnis für die Neigungen seines Sohnes.
Zunächst absolvierte Bötticher eine Ausbildung zum Geometer und Bauführer und studierte ein Jahr in Erfurt Mathematik. Danach nahm Bötticher ein Studium an der Berliner Bauakademie auf.
Da Bötticher keine finanzielle Unterstützung aus dem Elternhaus zu erwarten hatte, hielt er sich mit Auftragszeichnungen für Gewerbetreibende über Wasser.
Bald wurde Karl Friedrich Schinkel durch seine Arbeiten auf ihn aufmerksam und vermittelte ihm eine Tätigkeit als Zeichner und Lithograph.

Ab 1833 erteilte Bötticher Malunterricht an der Königlichen Porzellanmanufaktur. Im selben Jahr heiratete er Emilie Stier. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor.
Ein Jahr später nahm Bötticher eine weitere Lehrtätigkeit an der Dessinatur-Schule an. Darüber hinaus publizierte Bötticher eine Reihe von Ornament- und Lehrbüchern.
Ab 1839 unterrichtete er an der Kunstakademie in Berlin im Freihand- und Ornamentzeichnen. Auch an der Berliner Bauakademie, dessen Professor er 1844 wurde, hatte er eine Lehrtätigkeit inne.

1853 erhielt Bötticher den Doktortitel der Universität Greifswald, ein Jahr später folgte die Habilitation und eine damit verbundene Lehrtätigkeit an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin.
Im selben Jahr starb sein Sohn, die Eheleute trennten sich vier Jahre später.
1859 heiratete Bötticher ein zweites Mal. Nach dem Tod seiner Ehefrau 1872, heiratete Bötticher 1877 ein drittes Mal.
1855 nahm Bötticher eine weitere zusätzliche Lehrtätigkeit als Assistent an der Skulpturensammlung des Berliner Museums wahr. 1868 übernahm er die Leitung des Museums.
Unüberbrückbare Differenzen führten allerdings dazu, dass Bötticher acht Jahre später aus dem Museumsdienst ausschied und seine Lehrämter niederlegte.

Am 19. Juni 1889 starb Karl Bötticher. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Dreifaltigkeitskirchhof II im Bezirk Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg.

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