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Köpenicker Blutwoche

Die Köpenicker Blutwoche steht für eine politische Säuberungsaktion der SA gegen Regimekritiker, die vom 21. bis 26. Juni 1933 in Berlin-Köpenick stattfand.
Rund 500 Bürger wurden verhaftet und grausam gefoltert. Einige wurden ermordet, andere erlagen den Folgen der Folterungen. 25 Todesopfer sind bis heute bekannt, aber höchstwahrscheinlich fielen dieser Aktion weitaus mehr Menschen zum Opfer, denn es gibt rund 70 Vermisste, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist. Eine Reihe von Leichen wurden in die Dahme oder andere umliegende Gewässer geworfen oder im Wald abgelegt.

Die Überlebenden bezahlten den Horror mit lebenslangen physischen und psychischen Beeinträchtigungen. Die Opfer stammten vorwiegend aus den Reihen der Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftler.
Das Verbot der KPD und die Zerschlagung der Gewerkschaften hatte schon im Mai 1933 als Folge des Ermächtigungsgesetzes begonnen, das Verbot der SPD folgte ein Monat später, am 22. Juni 1933. Partei- und Gewerkschaftsvermögen wurden beschlagnahmt.
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Die für diese Verbrechen Verantwortlichen wurden nach dem Ende der Nazi-Diktatur gerichtlich belangt.
Der Leiter über diese Greueltaten, SA-Sturmbannführer Herbert Gehrke, wurde mit weiteren 14 Tätern zum Tode verurteilt, 13 erhielten lebenslängliche und 33 lange Zuchthausstrafen, vier Angeklagte mussten fünf Jahre Zwangsarbeit leisten.

In Erinnerung an diesen Nazi-Terror befindet sich heute im ehemaligen Amtsgerichtsgebäude von Berlin-Köpenick die "Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche".
Eine Reihe Köpenicker Straßen tragen heute die Namen sozialdemokratischer und kommunistischer Opfer jener Blutwoche und auf dem Platz des 23. April steht ein Ehrenmal für die Opfer der Köpenicker Blutwoche.

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