Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Bundesfinanzministerium

Berlin, Bundesfinanzministerium Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) in Berlin-Mitte wurde in den Jahren 1935/36 als Reichsluftfahrtministerium fertiggestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte es die DDR als "Haus der Ministerien". 1999 bezog das Bundesfinanzministerium das Gebäude, als es seinen Hauptsitz von Bonn nach Berlin verlegte.

Der einst im Jahre 1819 als preußisches Kriegsministerium errichtete Vorgängerbau wurde nach der Abdankung von Kaiser Wilhelm II sowohl vom Reichswehrministerium der Weimarer Republik als auch vom Arbeitsgericht genutzt.
1933 übernahm das Reichsluftfahrtministerium unter dem Reichsminister der Luftfahrt, Hermann Göring, das Gebäude. Da dieses sich für das schnell wachsende Ministerium als zu klein erwies, wurde in den Jahren 1935 und 1936 nach Plänen von Ernst Sagebiel ein Neubau im neoklassizistischen Stil in einer Rekordzeit von nur achtzehn Monaten errichtet. Im Januar 1935 wurde der Grundstein gelegt und am 12. Oktober 1935 konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Im Sommer des darauffolgenden Jahres schließlich wurde das damals größte Bürogebäude Berlins mit einer Nutzfläche von 56.000 Quadratmetern und über 2.100 Räumen bezogen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das nur leicht beschädigte Gebäude umfassend renoviert und zunächst von den Sowjets genutzt, bis es dann von der DDR übernommen wurde.
1953 schuf der aus Leipzig stammende Künstler und NS-Widerstandskämpfer, Max Lingner, in der Vorhalle das Wandgemälde "Aufbau der Republik".

Nach der Wende zogen die Berliner Außenstelle des Bundesfinanzministeriums, der Bundesrechnungshof und die Oberfinanzdirektion Berlin in das Gebäude ein. Auch die Treuhandanstalt, die eigens zur Privatisierung volkseigener DDR-Betriebe ins Leben gerufen worden war und von ihrem Präsidenten, Detlev Rohwedder, geleitet wurde, zog in die Wilhelmstraße 97.
Am Ostersonntag 1991 wurde Rohwedder von dem RAF-Kommando "Ulrich Wessel" durch das Fenster seines Düsseldorfer Wohnhauses erschossen. Ihm zum Gedenken trägt das Gebäude seit 1992 dessen Namen.
Nach einer weiteren gründlichen Renovierung bezog das Bundesfinanzministerium das Detlev-Rohwedder-Haus.

Das sich vor dem Bundesfinanzministerium befindliche "Denkmal für die Ereignisse des siebzehnten Juni Neunzehnhundertdreiundfünfzig" des Berliner Künstlers Wolfgang Rüppel wurde im Jahr 2000 der Öffentlichkeit übergeben.
Anlässlich des 60. Jahrestags des Aufstands vom 17. Juni 1953 in der DDR erhielt der Vorplatz des Ministeriums am 17. Juni 2013 den Namen "Platz des Volksaufstandes von 1953".
An der Hausfassade sind zwei Zitate des 1942 in Berlin-Plötzensee hingerichteten NS-Widerstandskämpfers Harro Schulze-Boysen zu lesen: ""Wenn wir auch sterben sollen, so wissen wir: die Saat geht auf. Wenn Köpfe rollen, dann zwingt doch der Geist den Staat." und "Glaubt mit mir an die gerechte Zeit, die alles reifen lässt!"

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