Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Berliner Dom

Berlin, Berliner Dom Die Geschichte des Berliner Doms reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Sie nahm ihren Anfang in der St.-Erasmus-Kapelle, die sich einst im kurfürstlichen Schloss befand und 1465 zur Domkirche geweiht wurde.
Kurfürst Joachim II ließ eine im gotischen Stil erbaute Backsteinkirche der Dominikaner südlich des Schlosses ab 1535 zur Hofkirche ausbauen. In ihrem Inneren wurden Begräbnisstätten der Hohenzollern eingerichtet. Der Dom wurde 1536 geweiht
Als der Kurfürst 1539 die Reformation in Brandenburg einläutete, wurde der zuvor katholische Dom lutherisch.

1747 ließ Friedrich der Große den inzwischen baufällig gewordenen Dom abreißen und veranlasste einen Neubau am heutigen Standort. Der von Jan Bouman und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff errichtete barocke Dom wurde am 6. September 1750 geweiht.
Anlässlich der Kirchenunion zwischen Lutheranern und Reformierten in Preußen wurde das Gotteshaus ein weiteres Mal umgebaut und erstrahlte 1822 nunmehr im klassizistischen Stil, der ihm von Karl Friedrich Schinkel verliehen worden war.
Berlin, Berliner Dom
Am 17. Juni 1894 wurde der Grundstein für einen erneuten Kirchenneubau gelegt, der aber erst 11 Jahre später vollendet und am 27. Februar 1905 eingeweiht wurde. Die Pläne stammten von Julius Carl Raschdorff, doch ließ es sich Kaiser Wilhelm II nicht nehmen, immer wieder Einfluss auf den Bau auszuüben.
Der Maler Anton von Werner entwarf auf Wunsch des Kaisers die acht Mosaikfelder in der Kuppel, die Mosaikporträts der vier Evangelisten in den Nischen der Gewölbepfeiler und die drei Altarfenster in der Apsis mit den dazugehörigen Apsisfenstern.
Der Hauptaltar stammt von Friedrich August Stüler, der ihn 1850 für den Vorgängerbau angefertigt hatte. Das Altarbild in der Tauf- und Traukirche stammt ebenfalls aus dem Vorgängerbau und wurde von Carl Joseph Begas (1794-1854) geschaffen.
Die Predigtkirche im Berliner Dom verfügt über eine Sauer-Orgel von 1905, während die Orgel in der Tauf- und Traukirche von der Potsdamer Orgelbaufirma Schuke aus dem Jahr 1946 stammt.
Der Berliner Dom verfügt über drei Glocken, von denen die schwerste drei Tonnen wiegt und 1929 in der Glockengießerei Lauchhammer gegossen wurde. Sie ersetzte die 1471 gefertigte Glocke aus der Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack, die sich seit 1552 in den Vorgängerbauten des Berliner Doms befunden hatte und jetzt vor dem Märkischen Museum in Berlin-Mitte steht.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Dom schwer beschädigt und ab 1975 wieder aufgebaut, allerdings mit großen Veränderungen.
Nach der Wende erhielt der Dom sein heutiges Gesicht. Wieder hergestellt wurde auch die Hohenzollerngruft.
Das 12,5 t schwere Kuppelkreuz wurde ebenfalls restauriert und erstrahlt seit 2008 wieder im alten Glanz

Hohenzollerngruft
In der Gruft des Berliner Doms wurden über Jahrhunderte Mitglieder des Hauses Hohenzollern beigesetzt. U.a. fanden hier die letzte Ruhe:

Kurfürst Johann Cicero (1455-1499)
Kurfürst Johann Georg (1571-1598)
Kurfürstin Sabina von Brandenburg-Ansbach (1529-1575)
Kurfürstin Elisabeth von Anhalt (1563-1607)
Kurfürst Joachim Friedrich (1546-1608)
Kurfürstin Katharina von Brandenburg-Küstrin (1549-1602)
Kurfürst Johann Sigismund (1572-1619)
Kurfürstin Eleonore von Preußen (1583-1607)
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von der Pfalz (1597-1660)
Kurfürst Friedrich Wilhelm (1640-1688)
Kurfürstin Louise Henriette von Oranien (1627-1667)
Kurfürstin Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein (1636-1689)
König Friedrich I (1701-1713)
Kurfürstin Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel (1661-1683)
Königin Sophie Charlotte von Hannover (1668-1705)
Königin Sophie Dorothea von Hannover (1687-1757)
Königin Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern (1715-1797)
König Friedrich Wilhelm II (1744-1797)
Königin Friederike von Hessen-Darmstadt (1751-1805)

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