Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Peter Behrens

Peter Behrens wurde am 14. April 1868 als Sohn des Gutsbesitzers Peter Behrens und dessen Frau Luise (geb. Burmeister) in Hamburg geboren und starb am 27. Februar 1940 in Berlin.
Er war ein deutscher Architekt, Maler, Grafik- und Industriedesigner.

Von 1886 bis 1889 studierte Behrens Malerei in Hamburg, Karlsruhe, Düsseldorf und München. Danach unternahm er Studienreisen nach Italien, in die Niederlande und nach Paris.
1893 wurde Peter Behrens neben Max Liebermann, Reinhold Lepsius, Lovis Corinth und anderen Mitbegründer der Münchner Sezession, einer Vereinigung bildender Künstler gegen staatliche Bevormundung.

1898 wurde Peter Behrens Mitarbeiter der Berliner Zeitschrift Pan. Ein Jahr später heiratete er Lilly Krämer.
Noch im selben Jahr wurde er an die Darmstädter Künstlerkolonie Mathildenhöhe berufen, wo er durch den Entwurf eines Wohnhauses zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte.
1903 wurde Behrens Direktor der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule und 1907 Mitbegründer des Deutschen Werkbundes. Im selben Jahr machte sich Peter Behrens in Berlin mit einem eigenen Architektur- und Designbüro selbständig. Seine bekanntesten Mitarbeiter waren Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe und Le Corbusier.
1908 kreierte Behrens die Giebelinschrift am Berliner Reichstagsgebäude "Dem Deutschen Volke"

Die Berufung von Peter Behrens in den Beirat der AEG durch Emil Rathenau brachte ihm eine breite Palette von Aufträgen ein. Er konstruierte für die AEG nicht nur eine Turbinenhalle sondern auch Fabrik- und Verwaltungsgebäude und Arbeiterwohnsiedlungen. Außerdem war er mit allen grafischen Arbeiten betraut wie der Gestaltung von Werbeprospekten, Produktentwürfen und Briefpapier. Selbst das heutige Logo der AEG geht auf Behrens zurück. Noch zwei Jahre vor seinem Tod wurde er mit der Planung einer neuen Firmenzentrale für die AEG beauftragt.

In den Jahren 1911 bis 1912 entwarf Behrens den Bau für die Deutsche Botschaft in St. Petersburg und in den Jahren 1912 bis 1913 errichtete er das Verwaltungsgebäude der Mannesmann-Röhrenwerke in Düsseldorf und die Continental-Gummiwerke in Hannover.
1920 bis 1924 baute Behrens das Verwaltungsgebäude der Hoechst AG in Frankfurt/Main.
1932 errichtete Behrens das Berolina- und das Alexanderhaus am Alexanderplatz in Berlin-Mitte.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war Behrens zwar genau wie andere Vertreter der modernen Architektur Diffamierungen ausgesetzt, aber Behrens verstand es, sich mit den neuen Machthabern zu arrangieren und so arbeitete er selbst mit Hitlers Lieblingsarchitekten Albert Speer zusammen.
Behrens lehrte sowohl an der Wiener Akademie der Bildenden Künste als auch an der Berliner Akademie der Künste. Von der Technischen Hochschule Prag wurde ihm zudem die Ehrendoktorwürde verliehen.

Peter Behrens, ein Vertreter des modernen Industriedesigns, arbeitete nicht nur in Berlin sondern auch in vielen anderen Städten, wo er Wohnsiedlungen, Fabriken und Verwaltungsgebäude errichtete. In Hagen erbaute er ein Krematorium, in Heidelberg das Grabmal von Friedrich Ebert und in der Slowakei eine Synagoge, aber er baute auch Villen und entwarf Zapfsäulen für die Deutsche Gasolin.
Als Designer kreierte Behrens u.a. Lampen, Leuchten, Haushaltsgeräte, Ventilatoren, Porzellan, Gläser, Stoffe, Linoleum, Bucheinbände, Kataloge, Preislisten, Weinetiketten und er entwarf nach ihm benannte Schrifttypen.

Am 27. Februar 1940 starb Peter Behrens in Berlin im Alter von 71 Jahren an einem Herzschlag. Sein Grab auf dem Friedhof Wilmersdorf ist heute nicht mehr erhalten.

Bauwerke in Berlin

Verschiedene Gebäude der AEG in Berlin-Mitte
Bootshaus Elektra in Berlin-Treptow-Köpenick
Deutsches Archäologisches Institut, Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Peter-Behrens-Bau in Berlin-Treptow-Köpenick
Waldsiedlung Hegemeisterweg in Berlin-Lichtenberg
U-Bahnhof Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg
Haus Kurt Lewin in Berlin-Steglitz-Zehlendorf
Mietshäuser in Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf
Alexanderhaus und Berolinahaus am Alexanderplatz, Berlin-Mitte

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