Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Anna von Preußen

Anna von Preußen wurde am 3. Juli 1576 in Königsberg geboren und starb am 30. August 1625 in Berlin.
Ihre Eltern waren Herzog Albrecht Friedrich von Preußen (1553-1618) und Marie Eleonore (1550-1608), Tochter des Herzogs Wilhelm dem Reichen von Jülich-Kleve-Berg.
Die Prinzessin wuchs mit vier Schwestern auf. Ihre beiden Brüder starben kurz nach der Geburt. Ihre sieben Jahre jüngere Schwester Eleonore heiratete am 2. November 1603 den Brandenburger Kurfürsten Joachim Friedrich (1546-1608). Sie starb bei der Geburt ihres ersten Kindes.
Am 30. Oktober 1594 heiratete Anna in Königsberg Kurprinz Johann Sigismund (1572-1619) aus dem Hause Hohenzollern. Das Paar hatte acht Kinder, von denen drei das Erwachsenenalter nicht erreichten. Kurpinz Georg Wilhelm wurde am 3. November 1595 in Cölln geboren.
Die Ehe zwischen Anna und Johann Sigismund verlief nicht glücklich.
Anna war keine schöne, aber eine sehr temperamentvolle und durchsetzungsfähige Frau, die ihrem Ehemann intellektuell überlegen war und politisch großen Einfluss nahm. Ihr alkoholsüchtiger Ehemann vertrieb sich hingegen die Zeit lieber mit der Jagd oder dem Kartenspiel als mit Politik.
Als ihr geisteskranker Vater am 27. August 1618 in Fischhausen starb, ohne einen männlichen Erben zu hinterlassen, erbte Anna dessen Herzogtum und auch im Jülich-Klevischen Erbfolgestreit verteidigte sie erfolgreich die Interessen der brandenburgischen Hohenzollern.
Als ihr Ehemann im Jahre 1613 zum Calvinismus konvertierte, folgte Anna diesem Schritt nicht sondern machte sich stattdessen zur Fürsprecherin der Lutheraner und zur Verteidigerin des lutherischen Glaubensbekenntnisses. Somit erwies sie sich als Garantin für das Fortbestehen der lutherischen Konfession in Brandenburg.

Aber nicht nur ihrem Ehemann gegenüber behauptete Anna ihre politischen Interessen sondern auch gegenüber ihrem Sohn Georg Wilhelm. Nachdem dieser nämlich im Jahre 1619 die Regentschaft übernommen hatte, verheiratete Anna, eine erklärte Gegnerin der Habsburger, ihre Tochter Maria Eleonore am 25. November 1620 ohne Wissen ihres Sohnes mit Gustav Adolf von Schweden und untergrub damit die Authorität des Kurfürsten nachhaltig.

Anna starb im Jahr 1625 im Alter von 49 Jahren. Beigesetzt wurde sie im Königsberger Dom.

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