Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Alte Nationalgalerie

Berlin, Alte Nationalgalerie Die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte wurde 1876 nach Plänen von Friedrich August Stüler errichtet und am 22. März 1876 in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I eröffnet.
Der auf einem 12 Meter hohen Sockel thronende Musentempel zählt zu den herausragenden Museumsbauten des 19. Jahrhunderts. Heute gehört er als Teil der Museumsinsel zum UNESCO Weltkulturerbe.

Anlass für diesen Museumsbau war das nach den Befreiungskriegen (1813-1815) aufkeimende Nationalbewusstsein der Deutschen und der damit verbundene Wunsch, der eigenen "vaterländischen" Kunst- und Kulturgeschichte ein Denkmal zu setzen.
Dazu kam eine Erbschaft des Bankiers und Mäzens Johann Heinrich Wagener in Form einer umfangreichen Gemäldesammlung in- und ausländischer Künstler. Diese Gemälde suchten nun ein ihnen angemessenes Ambiente.

Stüler entwarf einen klassizistischen Musentempel mit einer römisch-korinthischen Säulenhalle und einer Freitreppe, auf der ein von Alexander Calandrelli in Bronze gegossenes Reiterstandbild von König Friedrich Wilhelm IV die Besucher begrüßt. Auch die Sockelfiguren "Religion", "Kunst", "Geschichte" und "Philosophie" stammen von Calandrelli, ein erster Entwurf stammte von Gustav Bläser.
Die Fertigstellung des Gebäudes erlebte Stüler nicht mehr, denn er verstarb im Jahr 1865. Johann Heinrich Strack übernahm die Bauleitung der Alten Nationalgalerie.
Nachdem Hugo von Tschudi 1896 das Amt des Museumsdirektors übernommen und die Nachfolge des ersten Museumsdirektors Max Jordan angetreten hatte, kam es nach dem Erwerb französischer Impressionisten zu einem Zerwürfnis mit Kaiser Wilhelm II. Zum einen konnte der Kaiser mit zeitgenössischer Kunst nichts anfangen, zum anderen störte ihn die französische Herkunft der Künstler.
Tschudy kehrte Berlin enttäuscht den Rücken und Wilhelm II ordnete an, dass keine Neuerwerbung mehr ohne seine ausdrückliche Zustimmung zu tätigen sei....

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Museum schwer beschädigt.
Große Teile der Kunstschätze wurden entweder zerstört oder als Beutekunst in die Sowjetunion abtransportiert.
Mit der deutschen Teilung ging auch eine Teilung der in der Nationalgalerie befindlichen Sammlung einher. Die Westberlin zugeschlagenen Werke kamen anfangs in der Orangerie von Schloss Charlottenburg unter, später dann in der Neuen Nationalgalerie.

Seit der Wende ist die komplette Sammlung wieder an ihrem angestammten Platz. 1992 begannen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten an der Fassade des Museums, denen dann 1998 Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten im Inneren des Museums folgten. Daher war das Haus zwischen 1998 und 2001 geschlossen.
Am 2. Dezember 2001 wurde die Alte Nationalgalerie wiedereröffnet.

Die Sammlung besteht aus bedeutenden Werken des 19. Jahrhunderts. Dazu zählen Werke des Klassizismus und der Romantik (u.a. Caspar David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel.)
Französischer Impressionismus und beginnende Moderne werden vertreten von Edouard Manet, Claude Monet, Pierre Auguste Renoir, Adolph von Menzel, Max Liebermann, Lovis Corinth und Paul Cézanne.
Nicht zu vergessen ist hier die "Prinzessinnengruppe", die Kronprinzessin Luise und ihre Schwester Friederike zeigt - geschaffen von Johann Gottfried Schadow.

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