Berlin - Impressionen einer Metropole Berlin, Oberbaumbrücke und Fernsehturm

Alte Staatsbibliothek

Berlin, Alte Staatsbibliothek Die Alte Staatsbibliothek in der Straße Unter den Linden in Berlin-Mitte wurde zwischen 1903 und 1914 nach den Entwürfen von Ernst von Ihne errichtet und als "Königliche Bibliothek" eingeweiht.
Gegründet wurde die Bibliothek als "Churfürstliche Bibliothek" im Jahr 1661 von Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Untergebracht war sie zunächst im Berliner Stadtschloss und befand sich danach von 1780 bis 1914 in der "Kommode" am Opernplatz. Dieses im Jahr 1780 nach Plänen von Georg Christian Unger erbaute Gebäude beherbergt heute die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin.
Nach der Krönung von Friedrich I zum König in Preußen wurde aus der ehemals kurfürstlichen eine königliche Bibliothek.

Die Eröffnungsfeier des damals größten Bibliotheksbaus der Welt fand am 22. März 1914 im Kuppellesesaal in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm II statt. Die Festrede hielt der Kirchenhistoriker und damalige Generaldirektor, Adolf von Harnack.
Nach der Abschaffung der Monarchie im Jahr 1918 wurde aus der Königlichen Bibliothek schließlich die "Preußische Staatsbibliothek".

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Bibliothek nicht nur schwer beschädigt sondern sie verlor auch einen großen Teil ihres teilweise sehr wertvollen Bestandes, der sich heute in Osteuropa befindet, verschollen ist oder vernichtet wurde. Der Verlust wird auf rund 800.000 Bände geschätzt.
Die Teilung der Stadt ging mit der Teilung der Bibliotheksbestände einher.
1978 wurde am Kulturforum nach Plänen des Erbauers der Philharmonie, Hans Scharoun, die Neue Staatsbibliothek errichtet.
Die Sammlung ist auch heute noch in beiden Häusern untergebracht und daran wird sich nach dem Willen der Entscheidungsträger auch nichts ändern.

Schon seit Jahren wird das Haus Unter den Linden generalsaniert und umfangreich modernisiert. Der neugestaltete Lesesaal wurde im Jahr 2012 eröffnet.
Im Archiv des katastrophensicheren Kellers der Alten Staatsbibliothek befindet sich u.a. eine recht umfangreiche Beethoven-Sammlung, darunter auch die Originalhandschrift von Beethovens Sinfonien Nr. 4, 5, 7, 8 und 9.
Die Bibliothek gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Heute verfügt die Bibliothek über rund zehn Millionen Bände und ist damit die größte wissenschaftliche Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum und eine der bedeutendsten Universalbibliotheken der Welt.
Wegen des unaufhörlich wachsenden Bestandes wurde 2014 in Berlin-Köpenick im Ortsteil Friedrichshagen ein vom Bund finanziertes Speichermagazin errichtet, in dem nicht nur Literatur jeglicher Art aufbewahrt wird sondern auch Unterlagen und Dokumente aus empfindlichen Materialien bei besten Bedingungen gelagert werden können.

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